Ohne Umweg
Das Forschungsprojekt wird von Bundeswirtschaftsministerium mit 3,8 Millionen Euro gefördert und soll bis Ende 2017 abgeschlossen sein. Beteiligt an dem Projekt sind Bosch, Daimler, das Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS) und als assoziierter Partner die Umicore AG & Co. KG. Auch wenn die Fördersumme ziemlich schmal gehalten wurde, zeigt sich, dass auch in der aktuell amtierenden Regierung offenbar nicht alle von einem nahenden Boom bei den Elektroautos überzeugt sind. Ziemlich sicher scheint eigentlich nur eines: Mittelfristig stehen die Chancen auf eine Pluralität bei Kraftstoffen gut. Neben den vermutlich noch einige Zeit dominierenden Diesel- und Benzinmotoren könnten nicht nur Hybridlösungen, sondern auch Gas eine gewisse Entlastung für die Umwelt bringen.
Politisch gewollt?
Nun müssen sich die Politik und die sie begleitende Lobby nur noch entscheiden, welchen Weg sie einschlagen wollen. Ein Wechsel auf Gas, sei es nun Autogas (LPG) oder Erdgas (CNG), verspricht dabei mehrere Vorteile. Für die Verbraucher ist die Umgewöhnung gering, für die Regierung bleibt die finanzielle Steuerung der Verkehrsformen ebenfalls in gewohnten Sphären. Bei einem großflächigen Umstieg der Verbraucher auf Elektroautos wäre vorab ja zu klären, woher künftig die Steuern kommen, die Fahrer von konventionellen Autos aktuell in die Staatskasse spülen. Sollte sich Gas als Kraftstoff mittelfristig umsetzen, gäbe es allerdings einen großen Nutznießer: Die Umwelt würde so deutlich weniger verschmutzt werden als bei der Verbrennung von Benzin oder Diesel. Auch wenn aktuell Elektro- und Hybridantriebe in aller Munde sind, ist Gas als Kraftstoffersatz nicht aus dem Rennen, sondern aktuell nur politisch etwas in Abseits gestellt. Doch das, aus anderen von der Politik bearbeiteten Bereichen bekannt, kann sich rasch ändern. (mfz)