Der neue Opel Astra aus der Nähe betrachtet
Seite 2: Der neue Opel Astra aus der Nähe betrachtet
Neues Selbstbewusstsein
Auch an anderen Stellen stellt der Astra Selbstbewusstsein zur Schau: Die pfeilförmigen Tagfahrlichter kennt man bereits vom Insignia. Dessen Pfeil- und Sichel-Motiv findet sich im Astra häufig wieder, so etwa in der Seitenlinie. Hier zieht sich eine sichelförmige Sicke nach hinten Richtung C-Säule nach oben, wo sie auf die Seitenfenstergrafik trifft. Die Seite des Neuen wirkt stimmig, dynamisch und harmonisch, wobei die 19-Zoll-Felgen unseres Modells natürlich nicht zur Einstiegsausstattung namens "Essentia" gehören. Angefangen wird bei 16 Zoll. Die Optik von C-Säule und Seitenfenstern soll übrigens, man höre und staune, an das Kadett B Coupé von 1966 erinnern. Vor den hinteren Radläufen kommt hingegen wieder der Insignia durch. Das Sichel-Thema, welches dort die Fronttüren ziert, verläuft beim Astra genau andersherum, nämlich nach hinten oben.
Sehr präsentes Heck
Apropos hinten: Die schlanke Silhouette verlängert laut Opel die Dachlinie so geschickt, dass sie für mehr Abtrieb am Heck sorgt, ohne den Luftwiderstand zu erhöhen. Das Heck des Astra verlangt ein bisschen Eingewöhnung: Ausgesprochen pummelig hängt es am Wagen. Ein wulstiger Dachkantenspoiler sorgt für die richtige Luftumströmung und den Trend zum Diffusor zwischen den Endrohren macht Opel beim Astra nicht mit. Der Kofferraum wächst im Vergleich zum Vorgänger-Modell um 30 Liter und ist mit 370 Litern sogar 20 Liter größer als der des Golf. Allerdings sind Ladekante und Ladeschwelle ausgesprochen hoch, und die Ladeluke ist nicht allzu üppig dimensioniert. Als kleinen Trost gibt es unter der Bezeichnung "FlexFloor" einen dreifach einstellbaren Zwischenboden.
Greifbare Qualität im Innenraum
Doch nun genug der äußeren Merkmale, wir wenden uns dem Innenraum zu. Dort werden zukünftige Astra-Kunden die meiste Zeit verbringen, weshalb das Opel-Team viel Wert auf die so genannte "wahrnehmbare Qualität" gelegt hat. Darunter versteht man das Erscheinungsbild und die Haptik aller Materialien, Schalter und Applikationen. "Unser Ziel war es, das Astra-Interieur ebenso hochwertig zu gestalten wie beim Insignia", sagt Opel-Experte Peter Hasselbach. In der Tat sind die Parallelen kaum zu übersehen: Neben der Kombination von schwarzer Optik und roter Tachobeleuchtung sind auch die Astra-Instrumente in Chrom eingefasst. Die Basisausstattung hört auf den Namen Essentia, darüber befinden sich die Versionen Enjoy, Sport und Cosmo. Die Grundfarbe innen ist Schwarz, optional sind aber auch Farbtöne namens "Spice Red" und "Ocean Blue" erhältlich.