Teurer Typ
Zum anderen die Möglichkeit, Karten groß aufzuziehen. Dann verkrümeln sich Tacho und Drehzahlmesser in die Ecken, das Tempo wird digital angezeigt. Audi sagt, auf diese Art und Weise kann der TT-Pilot in Städten besser die Übersicht behalten. Erster Eindruck: Was für eine Spielerei! Nach ein paar Runden aber die Frage: Wie konnte man bislang ohne auskommen? Einziger Haken: So richtig geil wird das Virtual Cockpit erst mit der 2490 Euro teuren MMI-Navigation.
Wie konnten wir ohne diese Spielerei auskommen?
Der TT ist als Zweiliter-Diesel mit 184 PS samt manueller Schaltung sowie als Zweiliter-Turbobenziner mit 230 PS oder 310 PS erhältlich (dann steht TTS am Heck). Dieser gute Bekannte aus dem VW Golf GTI und Golf R lässt sich optional auch mit einem Doppelkupplungsgetriebe ausrüsten, beim kleineren Benziner auch mit Allradantrieb. Wir fahren einen Schalter mit Frontantrieb und 230 PS, für den sich bisher rund 30 Prozent der deutschen Kunden entschieden.
Ziemlich diskret mit einer leicht bassigen Note geht der Turbo-Benziner ans Werk, das aber sehr ordentlich: In genau sechs Sekunden fällt die 100 km/h-Marke, bei 250 Sachen wird abgeregelt. Ein wenig mehr Sound gibt es, wenn das 200 Euro teure "Drive Select"-System an Bord ist. Hier gibt es einen Dynamic-Modus, der unter anderem die Gasannahme schärft. Sobald ich hier den rechten Fuß in den Boden presse, klingt der Motor einen Schuss schmutziger. Trotzdem beginne ich recht bald, vom großartigen Fünfzylinder im alten TT RS zu träumen. Denn gerade bei einem fast perfekt agierenden Auto wie dem neuen TT würde dessen dreckiger Klang für etwas mehr Charakter sorgen.