Daimler beteiligt sich an Elektroautohersteller Tesla

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Bereits im März hatte Daimler zusammen mit der Evonik Industries AG das Gemeinschaftsunternehmen Deutsche Accumotive GmbH gegründet. Man werde damit weltweit zum ersten Automobilhersteller, der Batterien für Automobilanwendungen entwickelt, produziert und vertreibt. Zudem beteiligte sich Daimler im vergangenen Dezember mit 49,9 Prozent am aus der Evonik hervorgegangen Batteriezellen­hersteller Li-Tec.

Bekenntnis zum Elektroauto
Daimler gehörte zu den ersten deutschen Automobilbauern, die sich offensiv zur Elektromobilität bekannten. Mit seiner Äußerung, dass der Weg der Automobilindustrie letztendlich zu emissionsfreien Fahrzeugen führen werde, sprach sich Daimler-Chef Dieter Zetsche vor fast genau einem Jahr überraschend deutlich für Elektrofahrzeuge aus. Dabei ist der Tesla Roadster aus bisheriger Sicht eher ein untypischer Vertreter dieser Gattung: Einerseits fährt er rein elektrisch, andererseits ist er ein Sportwagen mit einer Beschleunigung von 3,9 Sekunden auf 100 km/h und soll dennoch mit einer Reichweite von 300 km langstrecken­tauglich sein. Laut Daimler ist er das erste in Europa und den USA zertifizierte Elektrofahrzeug mit Lithium-Ionen-Batterie. Der Tesla S soll als Limousine auf dem Erfolg des Roadsters aufbauen, seine Produktion soll Ende 2001 beginnen.

GruĂź an Obama
Was sich Daimler vom Einstieg bei Tesla konkret verspricht, bleibt abzuwarten. Vielleicht ist es kein Zufall, dass das Unternehmen sein Vorhaben ausgerechnet heute verkündete – fast zeitgleich mit Präsident Obamas Ankündigung, die Verbrauchs- und Emissions­standards in den USA zu verschärfen. Demnach ist ab 2016 unter anderem ein Durchschnittsverbrauch von 35,5 Meilen pro Gallone vorgeschrieben, umgerechnet sind das etwa 6,6 Liter auf 100 km, und das im amerikanischen Verbrauchszyklus, der weniger gnädig ist als der europäische NEFZ.