BMW baut Mini mit reinem Elektroantrieb

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Die Überlassung der Fahrzeuge erfolgt im Rahmen eines Leasing-Vertrags, der über einen Zeitraum von einem Jahr mit Verlängerungsoption abgeschlossen wird. Die von BMW nicht bezifferte Leasingrate umfasst bei Bedarf einen technischen Service einschließlich aller notwendigen Wartungsarbeiten sowie den Austausch von Verschleißteilen. Nach Ablauf der Leasingdauer kehren alle Fahrzeuge des Projekts in den Entwicklungsfuhrpark der BMW Group zurück, wo sie vergleichenden Untersuchungen unterzogen werden. Eine technische Durchsicht ist alle 5000 Kilometern, spätestens aber nach Ablauf von sechs Monaten vorgesehen. Für das Pilotprojekt daher sowohl an der West- als auch an der Ostküste der USA jeweils ein Service-Stützpunkt eingerichtet, dessen Mitarbeiter speziell für die eventuell erforderliche Wartung und Reparatur der elektrischen Komponenten des Mini E ausgebildet sind.

Alle für das Pilotprojekt produzierten Exemplare erhalten eine einheitliche Lackierung und individuelle Seriennummern neben den seitlichen Blinkleuchten. Exklusiv für den Mini E wird die Karosserielackierung im Metallicfarbton Dark Silver mit einem Dach in Pure Silver kombiniert. Überdeutliches Erkennungsmerkmal des Elektro-Mini ist ein großes gelbes Logo auf dem Dach, das einen stilisierten Netzstromstecker zeigt, der gleichzeitig ein "E" darstellt. Ein Spaßvogel mag anmerken, dass sich dadurch ein E-Mini mit leerer Batterie leichter aus der Luft aufspüren lässt, und gerade in den USA wäre dieser Gedanke nicht einmal völlig absurd. So besteht laut General Motors ein wichtiger Grund, den kommenden Chevy Volt mit einem Range Extender mit Benzinantrieb auszustattenin der Furcht vieler Amerikaner, mit leerem Akku "in the middle of nowhere" liegenzubleiben. Doch das Hinterland ist wohl auch nicht das Revier des Elektro-Minis, für den Betrieb in Metropolen sollten 240 km Reichweite genügen.

Ein Einsatz des Mini E in Europa wird BMW zufolge "zurzeit geprüft". Die BMW Group strebe mittelfristig die Serienproduktion von rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen an. Im gleichen Kontext stehe die von BMW als "project i" zusammengefasste Entwicklung innovativer Konzepte für die Mobilität in großstädtischen Ballungsräumen, die die Nutzung rein elektrischer Antriebe einschließt. (ssu)