Alternativprogramm

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Der erste Serien-VW mit E-Motor wird der e-Up. Anders als BMW mit dem innovativem i3 hat man hier kein Auto von Grund auf neu entworfen und es wurde auch keine eigene Fabrik dafür auf die grüne Wiese gestellt. Volkswagen sieht darin einen großen Vorteil: Da der e-Up mit dem konventionell angetriebenen Up auf einer Fertigungsstraße gebaut wird, kann sein Produktionsanteil je nach Nachfrage beliebig variiert werden. Die Elektrokomponenten hat VW selbst entwickelt. Die E-Motoren und Batteriesysteme werden in Kassel und Braunschweig gefertigt. Lediglich die Batteriezellen werden von Sanyo-Panasonic zugeliefert.

Mit einer Batterieladung soll man bis zu 165 Kilometer weit fahren können. Das vollständige Aufladen der Batterie dauert an der 230-Volt-Steckdose neun Stunden, an einer 3,6-kW-Wallbox sechs Stunden. Für die CCS-Ladedose (CCS für Combined-Charging-System) verlangt VW 590 Euro zusätzlich. Mit Gleichstrom geht es bei einer komplett leeren Batterie in einer halben Stunde auf 80 Prozent, verspricht VW. Die Quelle muss dafür aber auch 40 kW bieten.

Wie die meisten Elektroautos ist auch der e-Up ausgesprochen spurtstark: Je nach gewähltem Programm liegt das Anfahrdrehmoment bei bis zu 210 Nm. In sieben Sekunden spurtet der Up von null auf Tempo 60 und kann in der Stadt gut mit den Großen mithalten. Auch auf Landstraßen macht er eine gute Figur. Auf der Autobahn kann er mit maximal 130 km/h noch mitschwimmen.

Eine Besonderheit am e-Up ist das Bremsen. Geht man vom Gaspedal, so ist die Bremswirkung durch das Rekuperieren mal stark und mal schwach – je nachdem, welches Fahrprogramm gewählt ist. Bei der maximalen Verzögerung braucht man in der Stadt kaum noch das Bremspedal, um zu verzögern, was höchst angenehm ist, wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat. Auf der Autobahn kann man selbst entscheiden, ob man, je nach Verkehrsfluss, abbremsen oder dahinsegeln will, wenn man vom Gas geht. Das Ganze wird über den Schalthebel eingestellt, indem man ihn nach links oder rechts drückt. So kann man ähnlich wie beim manuellen Runterschalten eines Automatikgetriebes das Fahrzeug verlangsamen, ohne die Bremse zu betätigen.