Alternativbewegung
Für den Hybrid spricht der niedrigere Verbrauch im NEFZ von 3,7 Litern Benzin gegenüber 4,4 Liter Diesel beim 2.0D-4D. Laut Bordcomputer brauchten wir auf unseren Fahrten auf Landstraßen und tempobeschränkten Autobahnen 4,9 Liter mit dem Hybrid und 5,9 Liter mit dem Diesel. Trotz des niedrigeren Dieselpreises hat der Hybrid auch bei den Spritkosten die Nase vorn, wenn auch der Unterschied nicht allzu groß ist. Bedeutender wird die Differenz, wenn viele Stadtfahrten dabei sind, denn hier spielt der Hybrid seine Stärken aus. Bei hohem Tempo dürfte allerdings der Diesel brillieren, er ist die bessere Wahl für die Autobahn.
Keine Assistenten
Für den Auris gibt es weder Spurhalte- noch Totwinkelassistent oder Nothaltesysteme. Wie auch immer man zu den Helfern steht, ein nigelnagelneues Auto sollte einige Assistenten zumindest gegen Aufpreis bieten, zumal sie inzwischen schon ins Kleinwagensegment einziehen, wie etwa der neue Nissan Note zeigt.
Auch die Preisliste hat einige Lücken. Weder den Diesel noch den Hybrid gibt es mit den beiden einfachsten Ausstattungen. So kostet der Hybrid mindestens 24.400 Euro, der Diesel wie erwähnt 150 Euro mehr. Damit sind die Besonderheiten noch vollständig erwähnt, denn laut aktueller Preisliste kann der Kunde dann außer einem Navi für 550 Euro und Metalliclack nichts dazubestellen. Es sei denn, er gönnt sich für 300 Euro mehr die Linie „Life Plus“, die dann optischen Schnickschnack und Fensterheber hinten mitbringt. Dann können auch das Glasdach, ein Komfortpaket und Xenonlicht geordert werden. Von den breitgefächerten Möglichkeiten der deutschen Konkurrenten, sich einen Neuwagen nach seinen Wünschen zusammenzukonfigurieren bleibt auch dieser Toyota weit entfernt. Andererseits: Selbst wer das teuerste Modell wählt und alles bestellt was die Aufpreisliste hergibt, bleibt knapp unter 31.000 Euro.