Alternativbewegung

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Mit seinem Hybridantrieb bringt der Auris TS derzeit ein Alleinstellungsmerkmal mit: Es gibt im Moment keine anderen Kompaktkombis mit der Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor. Am nächsten kommen dem TS-Hybrid noch der Peugeot 508 RXH HYbrid4 und der Volvo V60 Plug-in Hybrid, die aber beide erheblich teurer sind. Toyota erwartet einen Anteil von 45 Prozent des Hybrid-Modells an den Verkäufen. Das restliche Programm besteht aus zwei Benzinern mit 99 und 132 PS sowie zwei Dieselmotoren mit 90 und 124 PS.

Wir fuhren den Hybrid und den stärkeren Diesel. Der Vergleich zwischen den beiden Versionen ist besonders interessant, da sie etwa gleich viel kosten - der Hybrid ist sogar 150 Euro günstiger - und ähnlich viel leisten. Der Zweiliter-Diesel mit 124 PS erfreut durch guten Vortrieb aus dem Drehzahlkeller heraus. Im Vergleich wirkt der Hybrid wesentlich schlapper. Ein Blick auf die Werte des maximalen Drehmomentes hilft bei der Erklärung auch nicht so recht weiter. Der Diesel bietet 310 Nm zwischen 1800 und 2400/min. Beim Hybrid steuert der Benziner 142 Nm bei 4000/min, der E-Motor 207 Nm bei. Das sollte eigentlich dafür sorgen, dass auch der Hybrid temperamentvoll beschleunigt, doch vor allem subjektiv wirkt die Kombination stets angestrengt. Das liegt auch am stufenlosen Getriebe: Erst dreht der Motor hoch, dann wird an Tempo zugelegt. Das führt dazu, dass der Auris Hybrid beim kräftigen Beschleunigen sehr laut, nach dem Erreichen der gewünschten Geschwindigkeit dann wieder leiser wird. Der Diesel ist akustisch angenehmer: Er bleibt immer ruhig und läuft nicht so rau wie manch anderer Selbstzünder.

Die Fahrleistungen liegen nah beieinander, was die Beschleunigung betrifft: Der Hybrid braucht 11,2 Sekunden für den Tempo-100-Sprint, der Diesel 10,5. Der Diesel schafft mit etwas Anlauf 200 km/h, beim Hybrid ist schon bei 180 Schluss. Für einige Käufer hierzulande mag das einen Unterschied machen, global spielt es durch das fast überall geltende Tempolimit keine Rolle.