Seite 2: Persönliche, redaktionelle Musik-Auswahl und ein soziales Netzwerk
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Nach Buchung von Apple Music präsentiert die App eine Auswahl an Genres und Künstlern, um den Geschmack des Nutzers kennenzulernen. Zweimaliges Antippen steht für "besonders beliebt", einmaliges heißt "beliebt". Längeres Gedrückthalten lässt Genre oder Künstler verschwinden. Mit diesen Angaben – und der bestehenden Musik-Bibliothek des Nutzers – stellt Apple unter "Für dich" Empfehlungen zusammen, die möglichst den persönlichen Geschmack treffen. Bei uns waren darunter viele interessante Vorschläge, aber auch etliche unpassende, möglicherweise basierend auf einzelnen alten iTunes-Einkäufen. Drückt man länger auf eine Empfehlung, erscheint ein Kontextmenü – ganz unten lässt sich dann "Weniger davon empfehlen" wählen.
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Apple will kontinuierlich dazulernen, welche Musik der Nutzer bevorzugt, zusätzlich kann man Lieder, Alben oder Wiedergabelisten mit einem Herzen versehen, um Apple Music sein Interesse an dem jeweiligen Stück mitzuteilen. Die 'geherzten' Titel gibt es im Moment jedoch nirgendwo als Übersicht, um schnell selbst darauf zugreifen zu können.
Musikredaktion
Die Empfehlungen sollen den Geschmack des Nutzers treffen
Unter "Neu" versammelt Apple Music redaktionell zusammengestellte Inhalte, das reicht von Neuerscheinungen über Charts und Musikvideos bis hin zu Wiedergabelisten für verschiedene Gelegenheiten respektive Tätigkeiten wie "Arbeiten", "Chillen", "Duschen" oder "Frühstücken" – meist jeweils mit verschiedenen nach Genre gruppierten Playlists, in denen sich für viele Geschmäcker etwas Passendes finden dürfte. Am oberen Ende der Neu-Hauptansicht lässt sich diese außerdem jeweils für einzelne Genres speziell anpassen, darunter auch Soundtracks und gesprochene Inhalte.
Der Reiter "Radio" beinhaltet Apples hauseigene Radiostation "Beats 1". Das Programm mit den verschiedenen Sendungen steht auf einer Apple-Music-Seite bei Tumblr zur Einsicht, Nutzer können außerdem eigene Wünsche einreichen. Darunter gibt es eine größere Zahl an Sendern zu verschiedenen Musiksparten. Diese lassen sich in Deutschland wie bereits erwähnt nur mit einem Apple-Music-Abonnement nutzen. Dabei bleibt dem Nutzer bei der Wiedergabe stets die Option, zum nächsten Titel zu springen. Ähnlich wie bei iTunes Radio ist es außerdem weiterhin möglich, jederzeit einen neuen Sender aufzurufen, der auf dem gerade abgespielten Lied basiert: Dafür muss man das hinter den drei Punkten versteckte Kontextmenü öffnen und “Sender starten” wählen. Eine ähnliche Funktion gibt es beispielsweise auch in Spotify.
Netzwerk Connect – auch abschaltbar
Dem sozialen Netzwerk "Connect" hat Apple ebenfalls eine prominente Position eingeräumt: Hier erscheinen Inhalte von Künstlern, denen der Nutzer folgt. Als Standardeinstellung folgt man dabei automatisch sämtlichen Musikern, die sich auch in der eigenen Bibliothek befinden – unter Umständen also einer sehr großen Zahl, von denen sicher längst nicht alle relevant erscheinen. Über das Account-Icon oben links kann man die Liste der Personen oder Bands einsehen, denen man bereits folgt, und die Automatik entweder ganz abdrehen oder einzelne Künstler entfolgen. Sonderlich zuverlässig zeigte sich die Liste bei uns bisher nicht, auch bereits entfolgte Bands tauchten dort zu einem späteren Zeitpunkt wieder auf. Ein Abschalten der Automatik ließ zwar die Künstlerliste in den Einstellungen verschwinden, im Connect-Reiter erschienen aber dieselben Einträge wie zuvor.
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Wiedergabelisten anstelle des noch recht leeren Netzwerkes Connect
Noch nutzen sowieso nur sehr wenige Künstler die Möglichkeit, dort eigene Inhalte wie Fotos, Videos oder Musikstücke zu veröffentlichen. Nutzer können diese jeweils kommentieren und teilen. Wer darauf lieber gleich verzichten will, kann seinen Wiedergabelisten eine prominentere Position in der Navigations-Leiste einräumen: Dafür müssen Sie in den iOS-Einstellungen unter "Allgemein" die "Einschränkungen" aktivieren und schließlich "Apple Music Connect" abschalten – an deren Stelle tauchen jetzt die Playlists auf.