Fahren nach Gefühl
Sicherheit ist nicht alles – Assistenzsysteme sollten auch so fahren, dass sich Nutzer wohlfühlen. Forscher arbeiten deshalb an Autos, die sich auf die emotionalen Bedürfnisse ihrer Insassen einstellen.
Las Vegas im Januar 2018: Auf einer Leinwand ist ein simuliertes Auto zu sehen, daneben die animierte Ansicht eines Gehirns. Plötzlich, vor einer Kurve, färbt sich das Gehirn rot: ein neuronales Gewitter. Der Passagier fühlt sich offenbar unwohl.
So etwas kann über Wohl und Wehe von Spurhalteassistenten oder autonomen Autos entscheiden. Denn deren Insassen möchten nicht nur sicher, sondern auch sanft chauffiert werden. Jedenfalls nicht so wie von der autonomen Mercedes-Limousine, die 2013 auf einer Testfahrt stur mit exakt 50 Kilometern pro Stunde auf ein Stadttor zuhielt, das nur wenig breiter war als sie selbst.