Eine Wespe sieht rot
„Große, rote Augen kann man einfach nicht übersehen“, meint Omar Akbari von der University of California Riverside. Der Forscher für Insektenkunde hat mit seiner Gruppe die Gen-Editiermethode CRISPR bei der Juwelwespe angewandt. Dazu haben sie die Gene aus dem Erbgut herausgetrennt, die die Pigmentierung der normalerweise schwarzen Augen steuern – ein schwieriges Unterfangen bei einem so kleinen Insekt. Dass die Genveränderung gelingt, sollte daher auf den ersten Blick sichtbar sein. Letztlich will Akbaris Gruppe mehr über die Biologie von Wespen und anderen Insekten erfahren. Denn so ließen sich neue Wege finden, um Ernteschädlinge oder Krankheitsüberträger in Schach zu halten. JENNIFER LEPIES