Leserbriefe
zu „Hilflose Städte“ (TR 5/2017)
Ampeln besser schalten
In dem Beitrag geht es vorwiegend um die Belastung von Städten mit Stickoxiden. Das Problem Feinstaub sehe ich hier analog. Und das Ganze ist hausgemacht! Fahre ich durch deutsche Städte, erlebe ich immer wieder das Gleiche: rote Ampeln, und das auch auf den Hauptverkehrsadern. Ich stehe an einer roten Ampel, es wird Grün, ich fahre an und sehe Sekunden später, wie die nächste Ampel vor mir auf Rot umschaltet. Mein 1,6-LiterDiesel verbraucht bei 50 Kilometer pro Stunde nicht einmal 3 Liter pro 100 Kilometer. Durch das Stop and go pendelt sich meine Durchschnittsverbrauchsanzeige zwischen 6 und 8 Litern ein, mehr als doppelt so viel wie eigentlich notwendig. Bremsen und Anfahren verursachen darüber hinaus Abrieb an Kupplung, Bremsen und Reifen, der ebenfalls als Feinstaub durch die Städte weht. Mir geht es nicht darum, den Autofahrern länger Grün zu gewähren und Fußgänger und Radfahrer mit mehr Rot auszubremsen. Die Rot- und Grünzeiten wichtiger Ampeln sollen untereinander einfach nur besser koordiniert werden.
Zusätzlich zur Optimierung der Verkehrsflüsse stimme ich Ihnen völlig zu: Der öffentliche Nahverkehr muss kundenfreundlicher werden. Elektroflotten, regenerativ „betankt“, halte ich für eine hervorragende Lösung. Ich selbst pendele übrigens 30 Kilometer mit der S-Bahn zur Arbeit. Manfred Zwarg
zu „Smarte Verträge für jedermann“ (TR 5/2017)
Wo sind die Milliarden geblieben?
Herr Behlendorf wird im Artikel zitiert mit den Worten: „Mich frustriert, wie kaputt die Welt ist. Korruption, Bürokratie oder Ineffizienz sind auf gewisse Weise technische Probleme. Kann man das nicht einfach reparieren?“ Später heißt es im Artikel: „Auch jenseits der Wirtschaft können Blockchains umständliche traditionelle Verfahren verbessern, ist Behlendorf überzeugt. Wie schwer das sein kann, weiß er aus eigener leidvoller Erfahrung. Für das US-Gesundheitsministerium etwa hat er ein Projekt geleitet, um den Transfer von Krankenakten zu vereinfachen. Die Regierung pumpte Milliarden in das Vorhaben – ohne großen Erfolg.“ Wahrscheinlich ist es zu kurz dargestellt, aber sollte Herr Behlendorf als Leiter eines solchen Projektes nicht in der Lage gewesen sein, zumindest einen Teil der Milliarden sinnvoll einzusetzen? Was wurde denn mit dem ganzen Geld gemacht, wenn das Vorhaben ohne großen Erfolg war? Es liest sich, als handelte es sich um einen Fall von Korruption, Bürokratie oder Ineffizienz. Matthias Kaufmann
Zu Ausgabe 5/2017
Blitzumfrage
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