In der Schwebe
Im Jahr 2024 endet die Finanzierung der Raumstation ISS. Für ein Nachfolgeprojekt gibt es viele Ideen – aber nur China handelt.
Am Tag X wird Schrott im Wert von mehr als hundert Milliarden Euro auf die Erde regnen. Er wird größtenteils verglühen, aufgeheizt durch die Reibung der Atmosphäre. Doch ein paar massive Brocken, tonnenschwere Aluminiumröhren mit dicken Tanks, werden den Erdboden erreichen. Sie werden, sofern alles gut geht, in den Indischen Ozean stürzen – in ein feuchtes Grab, weit weg von jeglicher Zivilisation.
Der Tag X, der kontrollierte Absturz der Internationalen Raumstation ISS, wird kommen. Noch steht sein genaues Datum nicht fest, wahrscheinlich irgendwann im Jahr 2024, wenn kein Geld mehr da ist für den Betrieb des orbitalen Außenpostens. Vielleicht auch erst Ende 2028, wenn die Betriebserlaubnis der europäischen ISS-Komponenten offiziell ausläuft und der Wartungsaufwand für die alternde Station schlicht zu groß ist. Schon jetzt liegen auf den Festplatten der Raumfahrtagenturen allerdings detaillierte Pläne, wie dieser Tag ablaufen soll.