Dr. Scan
Der Tricorder kommt – jedenfalls fast. Sieben Forscherteams liefern sich einen Wettlauf, um das Diagnosegerät aus „Star Trek“ wahr werden zu lassen. 2016 wird der Gewinner gekürt – und die Frage gestellt, ob so die Zukunft der Medizin aussieht.
Die Fernsehserie „Star Trek“ wird in diesem Herbst fünfzig Jahre alt – und die Menschheit arbeitet immer noch daran, die besten Innovationen aus der Zukunft in die Gegenwart zu holen. Wer hätte nicht gern einen Tricorder, dieses handliche Gerät, das in Sekunden ohne eine Berührung erkennt, welche Krankheit den Patienten plagt? Das Vorbild bleibt zwar unerreicht – aber die sieben Finalisten des Qualcomm-Tricorder-XPRIZE-Wettbewerbs sind immerhin auf dem Weg dahin.
Ziel des Wettlaufs ist ein kleines, leichtes Gadget für den Hausgebrauch. Es soll 16 Krankheiten wie Diabetes, Tuberkulose und Hepatitis A und fünf Vitalsignale wie Blutdruck, Herzfrequenz oder Temperatur erkennen, leicht zu bedienen sein und darf nicht mehr als 2,3 Kilogramm wiegen. Mehr gibt der Wettbewerb nicht vor – den Rest regelt der Nutzer: Derzeit testen Tausende Patienten die Prototypen der Finalisten auf Herz und Nieren. Ihre Erfahrungen fließen in das Urteil der Jury ein, das im Januar bekannt gegeben wird: Der Sieger erhält bei der Preisverleihung sieben Millionen US-Dollar, der Zweitplatzierte zwei Millionen Dollar, der Dritte eine Million.