Apples KI-Motoren
Apple packt in jede neue Chipgeneration mehr Power für lokale KI. Wir klären, was das bringt und für wen sich ein Upgrade auf einen Mac mit M5-Chip wirklich lohnt.
Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass Apples Geräte beim Thema KI kaum eine Rolle spielen. Denn viel „Intelligenz“ versprühen sie mit den derzeitigen Betriebssystemen bislang nicht. Dabei ist es bald zwei Jahre her, dass der Konzern eine neue und intelligentere Siri versprochen hatte. Doch daraus wurde bis heute nichts, und das inzwischen verfügbare Apple Intelligence bleibt hinter den Erwartungen zurück. 2026 soll Siri dann endlich so weit sein (siehe Seite 122). Google und andere Hersteller sind mit der KI-Integration in Android samt intelligenterer Sprachassistenz schon weiter. Was insbesondere auf Macs möglich ist, zeigt etwa Claude mit dem Model Context Protocol (MCP), welches KI-Modelle mit Apps und lokalen Datenquellen verzahnt (siehe Seite 30).
Die großen KI-Dienste arbeiten jedoch auf leistungsstarken Servern, bei denen man Anfragen und Inhalte zum Hersteller schickt. Apple hingegen möchte sich mit Datenschutz von der Konkurrenz abheben. Deshalb sollten die Geräte möglichst viel lokal erledigen und nur größere Aufgaben an die aufwendig konzipierte Server-Infrastruktur „Private Cloud Compute“ (siehe Mac & i 4/2024, S. 16) übergeben – oder für allgemeine Wissensfragen anonymisiert auf ChatGPT zurückgreifen.