Doppelhammer
Seagates 30-TByte-Festplatten für NAS und Server
Eine neue Technik zur Steigerung der Festplattenkapazität ist reif für den Massenmarkt: Heat Assisted Magnetic Recording. Wir haben die ersten Modelle im Test.
Vor mehr als einem Jahr hat Seagate die Serienfertigung von HAMR-Festplatten gestartet (Heat Assisted Magnetic Recording). Nach eigenen Angaben sind bereits mehr als eine Million solcher Festplatten an Großkunden verkauft, nun kommen die ersten Laufwerke in den Einzelhandel: die Serverfestplatte Exos M und die für NAS gedachte Ironwolf Pro, beide mit jeweils 30 TByte – und auch eine 28er-Platte mit dieser Technik haben wir im Test, doch dazu später mehr.
Grundlagen zur HAMR-Technik beschreibt der Artikel „200 Terabyte und mehr“ auf Seite 78. Hier nur ganz kurz: In den Laufwerken rotieren 10 Scheiben mit einer magnetisierbaren Eisen-Platin-Beschichtung, die von insgesamt 20 Köpfen beschrieben werden. Dazu heizt ein Mini-Laser in jedem Kopf die Plattenoberfläche kurz vor dem Beschreiben auf über 420 °C auf. Dadurch kann der Schreibkopf kleiner sein und kleinere Punkte magnetisieren, wodurch wiederum mehr Daten auf dieselbe Fläche passen.