Schnüffler auf Samtpfoten
Grafik-Adventurespiele mit tierischen Detektiven
Katzen, Enten, Krokodile: Nicht selten ermitteln in Computerspielen tierische Detektive in kleinen und großen Kriminalfällen. Wir stellen empfehlenswerte Games aus diesem Streichelzoo der Kriminalistik vor.
Menschelnde, sprechende Tiere sind in Film und Spiel nichts Ungewöhnliches. Besonders beliebt sind sie in Detektivspielen: Wenn im Trenchcoat eine Ente, ein Alligator oder ein Waschbär steckt, bringt das Leichtigkeit und oft auch Humor ins Spiel. Die Faszination des Publikums geht häufig auf die eigene Kindheit zurück – also eine Zeit, in der sprechende Tiere ganz selbstverständlich in jeder zweiten Vorlesegeschichte auftauchten. Ungefähr in derselben Zeit wuchs die Faszination für Detektive: War irgendwo ein Unrecht geschehen, brachten sie die Welt wieder in Ordnung.
Verfolgen Tiere eine Spur und schnüffeln an Tatorten herum, wird das nicht hinterfragt. Bereits Rin Tin Tin und Lassie waren klüger als so mancher Mensch. Als dann in den 1990ern Sam & Max aus den Comicseiten ausbrachen und mit ihrem DeSoto in die Computerbildschirme krachten, waren Tierdetektive längst in der Postmoderne angekommen. In einer Welt, in der Hunde zu ermitteln anfangen, kann alles passieren. Deshalb ist das Publikum offen für witzige, absurde und doppelbödige Detektivgeschichten. Im Laufe der letzten Jahre haben viele Tiere den Trenchcoat angezogen: Katzen, Frösche, Hühner, Enten und mehr. Die Tiere müssen heute weder als klug gelten noch als Haustier, damit man ihnen zutraut, komplexe Kriminalfälle zu lösen.