iPhone: Strom sparen und Akkulaufzeit verlängern

Seite 5: Benachrichtigungen zähmen

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Dass Apps Informationen wie verpasste Anrufe, Nachrichten oder andere Hinweise auf dem Sperrbildschirm anzeigen können, ist für den Nutzer komfortabel. Damit das Display nur für wirklich wichtige Informationen angeknipst wird, legt man unter „Einstellungen/Mitteilungen“ für jede App fest, ob sie sich auch auf dem Sperrbildschirm zu Wort melden darf.

Alle unwichtigen Benachrichtigungen sollte man mit dem Schalter namens „Im Sperrbildschirm“ deaktivieren, im jeweiligen App-Eintrag ganz unten, sodass sie nur noch in der Mitteilungszentrale auftauchen. Diese zieht man durch Wischen vom oberen Displayrand nach unten aufs Display.

Immer mehr Dienste nutzen Push-Benachrichtigungen, um dem Nutzer Informationen und Meldungen zeitnah zur Verfügung zu stellen. In fast allen Ratgebern ist zu lesen, man solle sie deaktivieren, was die Laufzeit verlängere. Doch entgegen der landläufigen Meinung spart man mit Push sogar Strom.

Push gilt als Stromfresser. Dabei ist der gemeinsame Empfangskanal effizienter, als jeder App Abfragen zu erlauben.

Das erscheint auf den ersten Blick nicht intuitiv, weil das iPhone ständig nach neuen Nachrichten lauschen muss. Der Vorteil ist aber, dass iOS für alle Push-fähigen Apps eine gemeinsame Verbindung zu Apples Servern offen hält, sodass nicht ständig separate Abfragen einzelner Apps das Gerät aufwecken. Deshalb bringt es auch nur wenig, einzelnen Apps den Push-Dienst zu verweigern. Umgekehrt ist der Stromspareffekt umso größer, je mehr Apps Push anstelle anderer Methoden nutzen.

Wer hingegen nur wenige Mails oder Meldungen bekommt oder auf deren frühestmögliche Zustellung keinen Wert legt, ist mit einer manuellen Abfrage genauso gut bedient und entlockt dem Akku noch ein wenig mehr Laufzeit. Dann schaltet man Push in „Mail, Kontakte, Kalender“ unter „Datenabgleich“ ab. Stattdessen definiert man für die Option „Laden“ entweder ein möglichst großes Abrufintervall von bis zu einer Stunde oder stellt den Abruf auf „Manuell“. Mit dieser Vorgabe wird das iCloud-Konto erst abgefragt, wenn man die entsprechende Anwendung öffnet.

Die manuelle Abfrage lohnt, wenn man ohnehin nur wenige Nachrichten erwartet oder der zeitnahe Empfang unkritisch ist.