Von der Mango genascht
Seite 2: Multitasking?
Multitasking?
Drückt man länger auf die Hardware-Taste „Zurück“, bekommt man jetzt eine Reihe von Kacheln zu sehen, die einen Überblick über die fünf zuletzt genutzten Anwendungen erlauben. Wählt man eine der Flächen aus, initialisiert sich die jeweilige App dennoch neu, statt an der alten Stelle weiterzumachen.
Das versprochene Multitasking ließ sich im Kurztest nicht ausprobieren, denn offenbar müssen Anwendungen hierfür angepasst werden. Derzeit meldet der Konfigurationsdialog für Hintergrundaufgaben nur: „Sie haben keine Anwendungen, die im Hintergrund ausgeführt werden können.“
Microsofts Suchmaschine „Bing“ kann sowohl auf das Mikrofon als auch auf die Kamera des Smartphones zugreifen und erkennt damit EAN-Codes, Schriftzüge und Musik. Hierfür muss man nur die Piktogramme an der Unterseite des Suchfensters antippen: Auge für Text, Note für Musik. Das Mikrofon aktiviert die Spracherkennung. Sowohl Text- als auch Spracherkennung funktionierten im Kurztest nicht hundertprozentig: Über die Bildschirmtastatur geht die Eingabe immer noch schneller.
Bing wurde noch tiefer ins System integriert als bisher: Anders als bisher führt die Hardware-Suchtaste nun immer zu Bing, auch im Mail-Client und im Marketplace. Diese Anwendungen besitzen jetzt deshalb eigene Suchknöpfe, ebenso wie die Anwendungsliste. Sammeln sich dort mehr als 44 Apps an, gruppiert Mango sie nach Anfangsbuchstaben, zwischen denen man wie in der Kontaktliste über zwei Tippser wechseln kann.
Beim Test mit einem LG Optimus 7 (LG-E900) blieben zwar alle Einstellungen erhalten, dafür überhitzte das Smartphone immer wieder und blieb in Neustart-Loops hängen. An diesem Fehlverhalten dürfte Schuld sein, dass die generische Firmware keine angepassten Treiber enthält. Offizielle Updates werden Anfang September erwartet. Die zugehörige Aktualisierung der Zune-Software (4.8) erschien am 23. August. (ghi)