Rahmenlos
Alles Weitere ist aus dem "großen" Range bekannt: Die üppige Ledertapezierung sorgt gemeinsam mit Metall-Applikationen für ein sehr edles Ambiente, eine Steigerung zum nicht gerade spartanisch ausgestatteten Vorgänger.
Komfortverlust
Freunde des Selbstzünders können unter zwei Leistungsvarianten eines Dreiliter-V6 wählen. Der starke Diesel leistet 292 PS, 258 der schwächere. Ein Unterschied für den Stammtisch, denn beide Motoren bieten ein Drehmoment von 600 Nm. Die Achtgang-Wandlerautomatik hat den Selbstzünder sanft aber kontrolliert im Griff, für die leichte Anfahrgedenksekunde kann sie nichts. Beinahe Sportwagenqualitäten zeigt die Version mit Fünf-Liter-Kompressor-V8: Fauchend und grollend schiebt der Motor den Sport in nur 5,3 Sekunden auf Tempo 100, bei 250 km/h wird abgeregelt. Das 510 PS starke Aggregat ist das gleiche wie im Jaguar F-Type. Der Blick auf den Verbrauch zeigt aber, das dieser Sport-Range eher ein Fall für Scheichs oder Profifußballer ist. Innerorts werden bereits laut Prospekt saftige 18,3 Liter fällig.
Angesichts der adaptiven Fahrwerkssteuerung mit stufenlos verstellbaren Dämpfern und des hohen Komforts beim Vorgänger verwundert das straffe Abrollverhalten. Schlaglöcher werden unangenehm trocken an die Insassen übermittelt. Aber das ist wohl der Preis für die Fahrdynamik auf der Straße: Durchaus beeindruckend wendig nimmt das 2,1-Tonnen-Gefährt die Kurven, und auch die Wankneigungskontrolle macht ihre Arbeit sehr gut.
Kein Blender im Gelände
Schon ab Werk sind diverse Offroad-Features an Bord, natürlich ein permanenter Allradantrieb, aber auch eine automatische Niveauregulierung und eine Bergabfahrhilfe. Das Verteilergetriebe bringt per Planetenradsatz die Kraft im fahrdynamisch-asymmetrischen Verhältnis 42 zu 58 an die Vorder- und Hinterachse.In Verbindung mit dem weit gespreizten Getriebe und dem Wandler mit etwa dreifacher Drehmomentüberhöhung kann der Sport damit schon besser klettern als die meisten Kunden sich trauen würden.