Unterwegs im Honda Jazz Hybrid

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Die Unterstützung durch den E-Motor kommt dem Temperament des leer 1234 Kilogramm schweren Jazz merklich zugute. Der Benzinmotor allein müsste für flotte Fahrleistungen kräftig gedreht werden, durch die Hilfe des E-Motors ist das unnötig. Schon geringe Drehzahlen reichen, um im normalen Verkehr mitzuschwimmen. Bei Bedarf beschleunigt der Kleinwagen in 12,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h, maximal sollen 175 km/h drin sein. Bis 130 km/h geht es relativ zügig, darüber wird es etwas zäh. Dass schnelle Autobahnetappen nicht unbedingt die Sache des Jazz sind, merkt man auch akustisch. Wird das Beschleunigungsvermögen voll ausgenutzt, klingt der Japaner sehr kernig. Das im Jazz Hybrid serienmäßige CVT-Getriebe hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. In der Stadt agiert das stufenlose Getriebe unauffällig im Hintergrund. Jenseits der Stadtgrenzen dagegen irritiert vor allem beim forcierten Beschleunigen, dass die Drehzahl konstant hoch bleibt. Je nachdem, wie weit der Fahrer das Gaspedal durchgetreten hat, kann es passieren, dass die Drehzahl bis zum Ende des Beschleunigungsvorgangs permanent bei 6000 U/min liegt. Mit entsprechend negativen Folgen hinsichtlich Geräusch und Verbrauch.

Bei gleichmäßigen Geschwindigkeiten auf der Landstraße und vor allem in der Stadt bleibt der Jazz dagegen sehr leise. Erstaunlicherweise hört man kaum einen Unterschied zwischen rein elektrischem und konventionellem Fahren. Auch die Übergänge zwischen den Fahrmodi merkt nur, wer genau darauf achtet. Bei ausreichend vollem Akku und behutsamen Gasfuß kann der Jazz Hybrid in einem Geschwindigkeitsbereich zwischen 35 km/h und 50 km/h über eine kurze Strecke auch rein elektrisch fahren. Wie weit genau, wollte uns bei Honda aber keiner verraten. Und schon eine kleine Bewegung auf dem Gaspedal reicht, um den Benzinmotor umgehend wieder zu aktivieren.