Toyota wehrt sich gegen Trittbrettfahrer

Seite 3: Toyota wehrt sich gegen Trittbrettfahrer

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In diesem Monat soll aber alles anders werden. Toyota hat die größte Rabattaktion seiner Geschichte mit Null-Prozent-Finanzierung, niedrigen Leasingraten und obendrein noch zwei Jahren kostenloser Wartung gestartet. Die Experten des Automarktplatzes Edmunds.com schätzen, dass die Verkäufe um 30 Prozent in die Höhe schnellen werden. "Amerikaner lieben Schnäppchen", sagt Edmunds.com-Chef Jeremy Anwyl. Und das ganz besonders in der Wirtschaftskrise.

Wenn es dem japanischen Autobauer gelinge, seine alten Kunden durch guten Service zu halten und neue Kunden durch Rabatte zu gewinnen, "dann kann Toyota das Feuer sehr schnell austreten", sagt Global-Insight-Fachmann Stürmer. Wären da nicht die vielen Klagen in den USA. Unfallopfer verlangen Schmerzensgeld, Autobesitzer einen Ausgleich für den gesunkenen Wert ihrer Wagen, Händler Wiedergutmachung für ihre Umsatzeinbußen und Aktionäre für erlittene Kursverluste.

Richtig gefährlich wird es für Toyota, wenn sich die Betroffenen zusammenschließen und eine der gefürchteten Sammelklagen anstrengen. Von zweistelligen Milliardenbeträgen, die auf die Japaner zukommen könnten, ist die Rede. Der mögliche Schuldspruch selbst bereitet Stürmer dabei das geringste Kopfzerbrechen. "Der Schaden entsteht durch das Verfahren selbst." Denn dann stünden täglich tragische Unfallgeschichten in den Medien. Diesen Kampf wird auch der "größte Automobilhersteller der Welt" (Toyota über Toyota) kaum gewinnen können. (dpa) /

(ssu)