Toyota strebt ins Geschäft mit intelligenten Stromnetzen
Die Heizung als Stromsenke
Daher wird unter anderem in Deutschland auch die Eignung anderer "Stromsenken" untersucht, die ein Überangebot von Wind- oder Solarstrom zum Beispiel in einen Kältevorrat für Kühlhäuser umwandeln, so dass die Kühlaggregate in den Zeiten auf Sparflamme laufen können, in denen Strom knapp und teuer ist. Bei dem japanischen Versuch stehen hingegen Privathaushalte im Mittelpunkt. Toyota und Partner testen auch Speicherbatterien für die Nutzung im Haus, ein elektrisches Wasserheizsystem namens EcoCute sowie Heizspeicher als zusätzliche Stromsenken.
Dezentrale Stromversorgung
Auf dem Versuchsareal gibt es zudem eine acht Kilometer lange Freilandleitung, in der außer dem üblichen Stromleiter auch Glasfaserkabel zur Datenübertragung verlaufen. Diese ermöglicht den Einsatz von intelligenten Stromzählern (Smart Meters). Diese erlauben eine besser differenzierte Abrechnung des Energieverbrauchs als die herkömmlichen Stromzähler. Das wiederum ermöglicht flexible Abrechnungsmodelle, die das Verbrauchsverhalten beeinflussen und Angebot und Nachfrage nach Strom möglichst ausbalancieren. Hierzu bietet Toyota Applikationen für das Energiemanagement "intelligenter Häuser" sowie IT-Lösungen für lokale Versorger oder Gemeinden an, um eine dezentrale Stromversorgung wie im Pilotprojekt zu verwalten. (ssu)