Sparsame Lkw mit 3D-Geodaten

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Bisherige Navigationssysteme sind unzureichend
Was zunächst abenteuerlich klingt, hat einen realistischen Hintergrund: Bisher verfügen Navigationssysteme über keine Informationen, wo es Steigungen oder Gefälle gibt. Zudem geht die „Intelligenz“ von Getriebesteuergeräten bisher nicht über die Fähigkeit hinaus, sich an einen bestimmten Fahrstil anzupassen. Ist jedoch die Topografie einer Streckenführung bekannt, kann das Schaltverhalten genau und zum richtigen Zeitpunkt an die Erfordernisse angepasst werden.

Auch Kurven stellen bisher ein „Problem“ dar, weil heutige Navigationssysteme nur unzureichende Informationen bieten, wo genau eine Kurve liegt und in welchem Radius sie verläuft. Das Einsparpotenzial einer „intelligenten Automatik“ liegt vereinfacht gesagt umso höher, je mehr Steigungen, Gefälle und Kurven auf der Strecke liegen.

Kraftstoff sparen, Fahrzeugkosten verringern
Laut der American Trucking Association lagen 2006 die Ausgaben für Kraftstoff in der Lkw-Transport-Branche bei 103,3 Milliarden US Dollar. Das Fahrtenkontrollsystem soll der Branche nicht nur zu Kraftstoff-Einsparungen verhelfen, sondern auch die Fahrzeug-Haltungskosten insgesamt reduzieren. Besonders im Flottenbetrieb von Lkw können die genannten 3 Prozent einem Unternehmer viel Kosten sparen.

Die Eaton Corporation, ein Getriebe-Hersteller, fungiert als „Pate“ des Forschungsteams und ist nach Angaben von Intermap überzeugt, die Effizienz im Lastkraftwagenverkehr anhand der Forschungsergebnisse drastisch zu steigern. „Wir legen große Hoffnung in dieses Forschungsprojekt,“ so Daniel G. Smedley, Manager of Advanced Automation & Control der Eaton Corporation Truck Technology Group. „Es öffnet neue Wege bei unseren Bestrebungen, aus jedem Liter Diesel mehr Kilometer für unsere Kunden herausholen zu können.“ (ggo)