Seat Ibiza Cupra Bocanegra mit 180 PS im Fahrbericht

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Der Ibiza Cupra ist ausschließlich mit dem siebenstufigen DSG erhältlich, für das der VW-Konzern zu Recht Lob einheimst. Kleinwagen werden künftig wohl häufiger in den Genuss dieses Doppelkupplungsgetriebes kommen, zumal es mit einigen technischen Kniffen sogar einen geringeren Verbrauch ermöglicht als ein Handschalter. In Stufe „D“ wird der Cupra eher besonnen bewegt. Legt der Fahrer den Schalthebel auf „S“, wird der Motor bis in den roten Bereich hochgetrieben und die Geräuschkulisse wirkt angestrengt. Nerven kann vor allem, dass sich die Automatik hierbei immer wieder weigert hochzuschalten, auch wenn der Fahrer das Tempo nicht weiter erhöht.

Die Karosserie des Ibiza Cupra wurde im Vergleich zur Sport-Variante um zehn Millimeter abgesenkt. Das Sportfahrwerk stellt einen Kompromiss aus Dynamik und Fahrkomfort dar. Im Vergleich zum wegen seiner harten Abstimmung kritisierten Vorgänger wurde beim neuen Modell nun die Alltagstauglichkeit stärker berücksichtigt, eine Sänfte sollte man freilich nicht erwarten. Serienmäßig verfügt der Sport-Ibiza über die elektronische Differenzialsperre XDS. Erkennt diese, dass das kurveninnere Rad der angetriebenen Vorderachse zu sehr entlastet wird, baut das XDS an diesem Rad gezielt einen Bremsdruck auf, um wieder die optimale Traktion herzustellen. Damit will Seat das für Fronttriebler typische Untersteuern kompensieren. Ganz gelingt das jedoch nicht: Bei schneller Kurvenfahrt ist ein Schieben über die Vorderräder nicht ganz zu verhindern.

Äußerlich tritt der nur als Dreitürer erhältliche Ibiza Cupra dynamisch, aber nicht zu aufdringlich auf. Im Vergleich zum Standard-Ibiza gibt es einen neu gestalteten Frontstoßfänger mit Spoiler und größeren Lufteinlässen in Wabenoptik. Die Scheinwerfer sind in schwarze Verblendungen integriert, auch die Gehäuse der Außenspiegel sind schwarz lackiert. Der Heckstoßfänger ist durch einen Diffusor und ein mittig platziertes, trapezförmiges Endrohr charakterisiert. Dieses entpuppt sich bei genauerem Hinsehen jedoch als Mogelpackung: In der Endrohr-Blende stecken zwei herkömmliche Auspuffrohre. 17-Zoll-Aluräder sorgen für einen standesgemäßen Auftritt.