Saab wird abgewickelt
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"Ersatzteilversorgung und Garantie gehen weiter"
Gleichzeitig betonte Reilly, dass es sich bei der Abwicklung der schwedischen Tochter nicht um eine erneute Insolvenz handele. "Deshalb erwarten wir, dass Saab seine Schulden und Lieferantenrechnungen bezahlt." Saab-Fahrer in aller Welt würden auch weiterhin mit Ersatzteilen beliefert, die Garantien gelten den Angaben zufolge weiter.
Know-how nach China exportiert
Anfang der Woche hatte Saab den Verkauf von Technologie aus den Modellreihen 9-5 und 9-3 an den chinesischen Autokonzern BAIC bekanntgegeben. Auch ein Teil der Fertigungsanlagen für diese Fahrzeuge wechselt den Besitzer. Die Chinesen erhalten so Zugriff auf wichtiges Know-how, mit dem sie die eigenen Modelle aufpolieren wollen. Das Geschäft habe unabhängig von der Zukunft Saabs weiterhin Bestand, teilte GM mit.
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Die Geschichte der Saab-Autos begann 1947 mit dem Prototypen 92001.
Im Sog der GM-Krise
GM, ehemals größter Autobauer der Welt, war wegen zu vieler Marken und spritfressender Modelle selbst in Schieflage geraten. Seit Januar sucht der Konzern daher einen Käufer für Saab, um seine Markenpalette zu verschlanken. GM will sich auf die vier US-Kernmarken Chevrolet, Cadillac, Buick und GMC sowie seine regionalen Marken wie Opel und Vauxhall in Europa konzentrieren.
Sterben auf Raten
Saab hat seit 20 Jahren fast durchweg Verluste eingefahren. Im laufenden Jahr verlor die Marke mit weniger als 50.000 verkauften Autos 65 Prozent des Absatzes. In Europa sank der Absatz von Januar bis November um 59 Prozent auf 25.000 Autos. Im November war auch die bereits weitgehend ausgehandelte Saab-Übernahme durch den schwedischen Sportwagenbauer Koenigsegg gescheitert. (dpa) /
Siehe zu diesem Thema auch:
– Spyker legt neues Angebot für Saab vor
– GM prüft neue Angebote für Saab
– Spyker stellt Pläne für Saab in Schweden vor
– Saab: GM-Chef hegt Zweifel an Finanzkraft von Interessenten
– Bernie Ecclestone an Saab interessiert
(imp)