Renault-Nissan zeigt Konzeptauto Scénic ZEV H2 mit Brennstoffzelle
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Reichweite: 350 Kilometer
Der 1850 Kilogramm schwere Prototyp beschleunigt in 14,6 Sekunden auf Tempo 100 und wird bis zu 160 km/h schnell. Die Reichweite soll laut Renault mit 350-bar-Wasserstofftank (entspricht 3,7 Kilogramm Wasserstoff) rund 350 Kilometer betragen. Geplant ist ein 700-bar-Tank, der eine entsprechend größere Reichweite ermöglichen würde.
Verschiedene Betriebsarten
Auch ein Brennstoffzellen-Fahrzeug wie der Scénic ZEV H2 lässt sich unter den Gattungsbegriff Hybridautos einreihen – dies verdeutlicht ein Blick auf den Stromfluss in verschiedenen Fahrzuständen. Erstens: Der Akku versorgt den Elektromotor direkt mit Strom. In diesem Fahrmodus befindet sich der Prototyp beim Start, beim Ein- und Ausparken oder bei langsamer Fahrt in der Innenstadt. Nummer zwei: Der Brennstoffzellenblock versorgt den Elektromotor allein mit Strom. Dies ist bei konstanter Fahrt der Fall, beispielsweise auf der Autobahn. Zieht der Motor weniger Strom als die Brennstoffzelle momentan erzeugt, fließt die überschüssige Energie zum Akku. Nummer drei: Brennstoffzellenblock und Akku versorgen den Elektromotor gemeinsam mit elektrischer Energie. Dies ist dann der Fall, wenn spontan Höchstleistung erforderlich ist, beispielsweise an Steigungen oder bei zügigen Überholmanövern. Nummer vier: Der Brennstoffzellenblock lädt bei stehendem Auto den Akku auf (zum Beispiel, um wieder eine Leistungsreserve für die nächsten Überholmanöver zu haben). Nummer fünf – Rekuperation: Der Elektromotor wird beim Bremsen zum Generator.
Scénic ZEV H2: Entstanden in 15 Monaten
Im Jahr 2006 entschieden Renault und Nissan, ihr Know-how für den Bau eines Prototypen zusammenzubringen, der mit selbst entwickelter Brennstoffzellentechnologie fährt. 15 Monate später entstand der Scénic ZEV H2. Ende 2007 rollte dieser Wagen zum ersten Mal auf die Straße, und Renault-Chef Carlos Ghosn kündigte öffentlich an, dass auch die Renault-Nissan-Allianz „Null-Emissionen”-Fahrzeuge entwickeln wird. Die Feinabstimmung aller Komponenten dauerte aber noch bis Ende April, teilen die Entwickler nunmehr mit. (imp)