Neuer US-Passat aus dem Werk Chattanooga

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Anders als in Deutschland gewohnt wird man die Ausstattung nicht völlig frei zusammenstellen müssen. Abgesehen von den drei "Trims" S, SE und SEL sind summa summarum 19 Ausstattungsvarianten möglich. Das amerikanischste "Feature" (abgesehen von Diener-Modus und Fernwarmlauf) ist übrigens ein "Premium Audio System" von Fender, eine Firma, die vielen bisher vor allem als "der" Hersteller von E-Gitarren bekannt war. In Zusammenarbeit mit Panasonic schickt sich Fender nun an, mit im Autobereich etablierten Anbietern wie Bose oder Harman Kardon zu konkurrieren, exklusiv für Volkswagen, wie es heißt. Das System "mit einem Klang, den Amerikaner lieben werden", wird auch im Jetta und dem neuen Beetle zu haben sein.

Zunächst wird es für den US-Passat drei Motorisierungen geben, eine 2,5-Liter-Fünzylinder-Benziner mit 170 PS, dem 2,0-Liter-Diesel mit 140 PS und einem VR6 mit 280 PS. Letzterer kommt serienmäßig mit dem Doppelkupplungsgetriebe DSG, das der Diesel nur optional erhält. Der Fünfzylinder wird auf Wunsch mit einer Wandlerautomatik geliefert. Obwohl den meisten Amerikanern egal ist, welche Technik sich hinter einer "Automatik" verbirgt, erklärt Volkswagen of America die Vorzüge des DSGs ausführlich, auf dass deutlich werde: "The dual-clutch transmission is considered the most efficient automatic in the world…"

Apropos effizient: Der neue US-Passat wird trotz mehr Platz und Technik mehrere Tausend Dollar günstiger sein als bislang. Der Einstiegspreis soll bei 20.000 Dollar liegen, also bei umgerechnet rund 15.500 Euro, das wäre bei einem Import aus Europa nicht möglich. Interessant wird zu beobachten sein, wie der Mix aus "German Engineering" und "Made in USA" in den USA ankommt – und wie man hierzulande darauf reagiert, dass ein Passat "drüben" nur die Hälfte kostet. (imp)