Der SUV-Coupé-Kompakt-Sportler
Ein dicker Pluspunkt ist die von Mini gewohnte, sehr präzise Lenkung mit vorbildlicher Rückmeldung. Ein "Sport Button" ändert das Ansprechverhalten des Motors und die Kennlinie der Servolenkung. In der Realität sind die Unterschiede kaum fühlbar, eher hörbar, denn auch der Sound soll so „dynamischer“ werden. Bei der Gaswegnahme erklingt ein Sprotzeln in den Endrohren. Doch ganz ehrlich: Das Geräusch vermittelt eher den Eindruck, als sei irgendetwas im Heckbereich kaputt.
Ungeheuer teuer
Ab dem 14. März 2013 steht die Paceman-Palette beim Händler. Selbstbewusste 35.950 Euro werden für den bei Magna-Steyr in Österreich gebauten Wagen aufgerufen. Immerhin, Klimaanlage, CD-Radio und 18-Zoll-Alus sind serienmäßig. Trotzdem langt Mini ordentlich zu, wie der Blick in die 15-seitige Liste der Extras zeigt. Für eigentlich bei einem Topmodell selbstverständliche Dinge wie Sitzheizung (290 Euro), Klimaautomatik (400 Euro), Einparkhilfe hinten (350 Euro) bittet BMW extra zur Kasse. Immerhin, direkte Konkurrenten hat der John Cooper Works Paceman nicht zu fürchten. Doch es geht ähnlich flott auch preiswerter: Für den Citroën DS3 THP 200 Racing sind es 30.990 Euro, der neue VW Golf GTI mit 220 PS startet als Dreitürer bei fast schon bescheidenen 28.350 Euro.
Die nächste Form des „originalen“ Mini soll noch in diesem Jahr vorgestellt werden, ein radikaler Wechsel des Designs innen wie außen ist dabei nicht zu erwarten. Man darf dagegen gespannt sein, wie weit sich die Mini-Idee noch ausweiten lässt. Hoffentlich bleiben uns ein Mini Van Coupé oder auch ein viertüriges Countryman Cabriolet erspart.