Mini-Antriebe

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Völlig offen lässt BMW derzeit noch das Thema alternative Antriebe. Wir sind uns aber ziemlich sicher, dass auch in dieser Richtung etwas geplant ist. BMW verfährt in diesem Punkt nach der bei vielen Herstellern verbreiteten Taktik, Informationen nur Stück für Stück zu präsentieren.

BMW verspricht zudem neu entwickelte Schalt- und Automatikgetriebe. Nun erhalten auch die Automatikversionen ein Start-Stopp-System – einer zweiten, vom Motorlauf unabhängigen Ölpumpe sein Dank. Ist ein Navigationssystem an Bord, wird die Gangwahl hier sogar automatisch an die Strecke angepasst – besonders unmittelbar vor Kreuzungen oder in Kurven. Darauf sind wir besonders gespannt, denn wenn das reibungslos funktionieren soll, müssen die Navigationskarten sehr genau sein. Eine besondere Herausforderung dürfte sein, die Schaltvorgänge so ablaufen zu lassen, dass der Fahrer sie halbwegs nachvollziehen kann. Ist das nicht der Fall, werden die Mini-Automatikfahrer wohl schnell eine Abschaltfunktion fordern. Und die Karten müssen zwangsläufig sehr aktuell sein, was bei BMW pro Jahr momentan rund 200 Euro kostet. Vielleicht ringt sich die Premiummarke dazu durch, wenigstens in den ersten Jahren kostenlose Updates bereitzustellen. Kia und inzwischen sogar Volkswagen wollen den Kunden so die zum Teil absurd teuren Navigationssysteme schmackhaft machen.

Der nächste Mini bekommt eine elektromechanische Servolenkung mit geschwindigkeitsabhängiger Lenkkraftunterstützung mit auf den Weg. Das soll sie leichtgängiger machen und den Einsatz eines Parkassistenten ermöglichen, den es bisher bei Mini nicht gab, den wohl aber auch nur die wenigsten Fahrer(innen) vermisst haben werden. Gegen eine vermutliche heftige Zuzahlung wird es auch verstellbare Dämpfer geben – der Fahrer kann dann auf Knopfdruck bestimmen, wie straff der Unterbau auf Unebenheiten reagiert. Eine aktive Motorhaube soll den Fußgängerschutz verbessern. Sie hebt sich im Fall einer Kollision mit Passanten automatisch an, was eine Deformationszone schafft und den Fußgänger vor einem Aufprall auf härtere Fahrzeugteile unter der Motorhaube bewahren soll. (mfz)