Micro-Bus mit Brennstoffzelle: VW-Studie space up! blue

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Bei der Brennstoffzelle handelt sich um die so genannte Hochtemperatur-Zelle (HT-BZ), die VW bereits vor einem Jahr vorgestellt hat. Diese Zelle muss nicht so stark gekühlt werden wie eine konventionelle Niedrigtemperatur-Zelle. Bis zu 160 Grad Celsius darf die HT-BZ heiß werden. Für den Fahrzeugbetrieb ist allerdings nur eine Temperatur von 120 Grad vorgesehen. Während Niedrigtemperatur-Zellen oft befeuchtet werden müssen, ist dies bei der HT-BZ nicht nötig. Die hohe Betriebstemperatur und der Wegfall einer Befeuchtungsanlage senken Gewicht und Raumbedarf, erhöhen die Alltagstauglichkeit – und auch der Preis ist niedriger. Möglich wurde die HT-BZ durch eine neue Hochtemperatur-Mem­bran und speziell auf diese Membran abgestimmte Elektroden. Entwickelt wurde die Brennstoffzelle in einem eigens errichteten VW-Forschungszentrum. Unabhängig von der Brennstoffzelle nutzt der Kleinstwagen-Van eine weitere Energiequelle: die Sonne. Ein großes Solarpanel auf dem Dach liefert bis zu 150 Watt, die ebenfalls in die Batterie eingespeist werden.

Mit der in Los Angeles gezeigten Studie stellt VW die dritte Variante des space up! vor. Wie der auf der IAA in Frankfurt gezeigte Kleinstwagen up! und der auf der Tokyo Motor Show vorgestellte Kleinstwagen-Van space up! ist auch der space up! blue ein kleines Raumwunder. Auf einer Länge von nur 3,68 Meter soll er das Innenraumvolumen eines deutlich größeren Fahrzeugs bieten. Trotz Brennstoffzelle und Batterien wiegt der space up! blue nur 1090 Kilo. Der Elektromotor arbeitet – wie einst beim Käfer und beim Bulli – im Heck. Ebenfalls im Heck, und zwar unter der Fondsitzbank, befinden sich die Batterien. Die Brennstoffzelle ist dagegen im Vorderwagen angeordnet.