Mazda RX-8: Einzelkämpfer aus Überzeugung
Seite 2: Einzelkämpfer aus Überzeugung
Auch im Innenraum des RX-8 hat sich einiges getan: Die Mittelkonsole wurde geändert, unter anderem schmeicheln Lüftungsregler mit Metallrand den Fingern. Zudem verschwand der ausklappbare Bildschirm, da ein Navigationssystem beim Facelift-Modell nicht ab Werk angeboten wird. Seltsam, da Mazda den RX-8 mit Vollausstattung anpreist und dieser in anderen Ländern auch in der Neuauflage mit Navi erhältlich ist. Gelungen sind die serienmäßig verbauten Recaro-Sportsitze. Eine nicht allzu kräftige Statur vorausgesetzt, sitzt man in ihnen sehr bequem. Das Kofferraumvolumen ist bei einem Sportwagen natürlich nicht der entscheidende Kaufgrund, doch die 290 Liter des RX-8 können sich sehen lassen. Eine Mulde im Gepäckabteil sorgt dafür, dass sogar eine Getränkekiste hineinpasst.
Turbinenartig
Und wie klingt es nun, wenn unter der RX-8-Haube zwei rotierende Kolben vier Takte durchfahren? Bei niedrigen Turen sehr diskret, mehr als ein Summen dringt nicht ans Ohr. Doch um die Leistung herauszukitzeln, darf man keine Scheu vor hohen Drehzahlen haben. Je nach Motortemperatur sind bis zu 9000 Umdrehungen möglich. Die Tonlage wechselt mit steigender Drehzahl von einem turbinenhaften Brummen zu einem heiseren Sirren. Durch das breit nutzbare Drehzahlband ist ein schaltfaules Fahren möglich, eine "Drehmomentmotor" ist dieser Wankel aber nicht. Wenn es richtig voran gehen soll, sind ordentlich Drehzahlen gefordert. Es fällt dabei zunächst etwas schwer, den fast vibrationsfreien Lauf und das eher hochfrequente Klangbild der Kraftentfaltung zuzuordnen. Man sollte einmal einen Wankel gefahren haben.