Kletterpartie: Unterwegs im Skoda Yeti

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Zum Marktstart kommt der Yeti zunächst in vier Motorisierungen, allesamt mit Turboaufladung. Basistriebwerk ist der 1.2 TSI mit 105 PS. Als weiterer Benziner ist ein 160 PS starker 1,8-Liter-Direkteinspritzer erhältlich. Als Selbstzünder stehen der 2.0 TDI mit wahlweise 110 oder 140 PS bereit. Etwas später folgt ein Zweiliter-Diesel, der 170 PS leistet. 2010 werden laut Skoda-Vorstandschef Reinhard Jung noch der 1.4 TSI mit 122 PS sowie eine GreenLine-Spritsparvariante das Angebot ergänzen. Wir sind den 1.8 TSI gefahren – ein agiles und spritziges Aggregat, das mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert wird. Der Vierzylinder stellt maximal 250 Newtonmeter Drehmoment bereit, welches bereits ab 1500 Umdrehungen anliegt. Der Motor überzeugt zudem durch Laufruhe und einen angenehmen Klang. Acht Liter Benzin auf 100 Kilometer und ein CO2-Ausstoß von 189 Gramm je Kilometer (jeweils laut Herstellerangabe) sind für ein Fahrzeug dieser Klasse allerdings nicht gerade wenig. Wir benötigten auf unserer Testfahrt sogar knapp unter zehn Liter.

Das Fahrwerk ist weitgehend identisch mit dem des Octavia. Im ersten Moment sind wir überrascht, weil die Abstimmung weicher ist, als wir sie für ein SUV erwartet hatten. Allerdings zeigt sich, dass der Yeti hier eine gelungene Mischung bietet: Auf asphaltierten Straßen ist er komfortabel genug, um auch als Familienauto Verwendung zu finden. Wankbewegungen in Kurven halten sich in Grenzen. Schotterpisten oder Feldwege hingegen meistert er mit der nötigen Härte, und das nicht nur im Schleichgang. Vor allem abseits der Straße sorgt der Allradantrieb für gutes Vorankommen: Denn bei guten Traktionsbedingungen – etwa auf trockener Fahrbahn – werden 96 Prozent des Motormoments auf die Vorderräder übertragen. Die elektronische Steuerung der Haldex-Kupplung kann aber je nach Fahrsituation auch bis zu 90 Prozent der Kräfte an die Hinterachse weiterleiten. Ein automatisches Sperrdifferenzial verhindert zudem, dass ein Hinterrad bei geringer Traktion durchdreht.

Die genauen Preise für den Yeti stehen derzeit noch nicht fest. Der Einstiegspreis soll jedoch unter 18.000 Euro liegen, verspricht Skoda-Chef Jung. Dafür bekommt man 105 PS im 1.2 TSI, allerdings ist dieser nur mit Frontantrieb erhältlich. Auch auf ein serienmäßiges ESP muss der Käufer dann verzichten – nur bei den Allradversionen ist dieses immer dabei. Die kleinste Motorisierung wird vorerst als einziges Modell auch mit dem siebenstufigen Doppelkupplungsgetriebe DSG angeboten. Der günstigste Yeti mit Vierradantrieb wird der 2.0 TDI mit 110 PS, für den bereits 22.690 Euro fällig werden. Auch für diese Variante bleibt ein Radio aufpreispflichtig, lediglich eine entsprechende Vorbereitung mit vier Lautsprechern wird mitgeliefert. Ab Ende Juli 2009 wird der Yeti in Deutschland für alle wahrhaftig und sichtbar – dann rollt das neue SUV zu den Händlern.