Clever oder Smart?
Und dann der Preis. Daimler hat stets betont, dass der Smart ein kleines Auto sei, aber kein billiges. Als wäre das so ein Superargument. "Meine Brötchen sind kleiner, aber ganz sicher nicht billiger. Es sind PREMIUM-Brötchen", höre ich keinen Bäcker sagen. Doch, das ist zulässig vereinfacht, weil der Smart dem Kunden einfach nicht klarmacht, was er für sein Mehrgeld denn kriegt. Kleine Außenmaße, gut, haben wir verstanden. Aber sonst? Hersteller sagt: toller Innenraum. Ich bin vielleicht ein Innenraumignorant, aber dieses Playmobilplastik ist doch auch in keiner Weise anders als das von Aygo & Co., und die sind billiger mit mehr Sitzen.
Ein Smart steht genauso im Stau
Mit einem Smart Fortwo steht man letztendlich eben genauso im Stau, genauso vor dem Problem, einen Parkplatz zu finden. Wer in einer Stadt wohnt, wo man downtown Smarts quer parken kann, möge bitte mit seinen Luxusproblemen schweigen. Meistens sind 2,70 Meter quer zu viel, behindern den fließenden Verkehr. Bleibt nur die Eignung für kürzere Parklücken. Die Vorteile des Smart sind so extrem begrenzt, dass sein Preis dem entsprechen müsste. Das tut er aber bei knapp 11.000 Euro nicht. Für dieses Geld kann ich einen ebenfalls deutsch-premiumierten VW Up mit vier Türen haben. Der ist auch nicht gerade riesig.
Das einzige Argument, das aus der Marketing-Kanone dann noch kommt, ist der Wendekreis. Das stimmt, der ist super, sogar beim größeren Smart ForFour noch. Deshalb gibt es auch für die Smart-Plattform einen Toptipp: Auf den nächsten Twingo warten. Das ist ein Smart ForFour in schöner und billiger als der ForTwo. Kleiner Wermutstropfen für die Erfinder dieser Heckmotor-Plattform: Die Firma Daimler wird wahrscheinlich nicht so viel an den Twingo-Verkäufen verdienen. (cgl)