Virtuelle Rücksicht

Inhaltsverzeichnis

General Motors ist mit dem Einsatz von Kamerasystemen schon weiter. Während BMW die spiegellosen Systemen gerade erst in den Bereich der Serienentwicklung überführt hat, ist das neue Elektroauto Chevrolet Bolt ab Ende des Jahres bereits mit einem Display statt des üblichen Innenspiegels ausgestattet. Optional verschwindet der der übliche Innenspiegel und wird von einem Display ersetzt, das das Bild einer Weitwinkelkamera ins Cockpit überträgt.

Doch General Motors bringt den Hightech-Rückspiegel nicht nur bei seinem Elektromobil. Der Kameramonitor ist ab diesem Frühjahr zudem in der Luxuslimousine Cadillac CT6 und dem Crossover XT5 verfügbar. Das Kamerabild ist rund viermal so groß wie das des normalen Rückspiegels; die Sicht nach hinten vergrößert sich nach Angaben von Cadillac rund um das Dreifache. Erst einmal im Auto Platz genommen, haben Fondkopfstützen und breite C-Säulen ihren Schrecken verloren. Wenn man sich an das Kamerabild mit seiner Auflösung von 1280 x 240 Pixel gewöhnt hat, spürt man schnell die deutlich bessere Sicht nach hinten. So ganz neu sind Kameras, die die Aufgabe von Außenspiegeln erledigen, übrigens auch bei Volkswagen nicht. Die Öko-Zigarre des VW XL1 ist seit seiner Vorstellung im Frühjahr 2013 ebenfalls mit kleinen Kameras unterwegs, die statt Außenspiegeln nach hinten blicken. Bei diesem Kleinserienmodell wird es wohl nicht bleiben. (fpi)