Honda kündigt Hybridauto für den Massenmarkt an
Seite 2: Honda kündigt Hybridauto für den Massenmarkt an
Festhalten am NiMh-Akku
Bemerkenswert ist, dass Honda auf Nickel-Metallhydrid- (NiMh)-Akkus zurückgreift, obwohl zahlreiche Größen der Automobil- und Elektronikindustrie inzwischen auf Lithium-Ionen- (Li-Ion)-Technologie setzen: So wird Anfang kommenden Jahres ein Gemeinschaftsunternehmen von NEC und Nissan die Serienproduktion von Li-Ion-Akkus für Kfz aufnehmen. Auch Daimler kündigt für das kommende Jahr eine Hybridversion der S-Klasse mit Li-Ion-Akku an, wie auch US-Konzernriese GE (früher General Electric) verstärkt in Li-Ion-Akkus investiert. Doch auch Toyota setzt weiter auf NiMh-Technik: Der Nachfolger des aktuellen Prius bekommt wiederum einen NiMh-Akku.
Li-Ion-Akkus versprechen gegenüber NiMh-Stromspeichern eine höhere Energiedichte – sie brauchen also weniger Bauraum oder ermöglichen bei gleicher Größe eine höhere Reichweite. Doch leicht zu beherrschen ist diese Technik offensichtlich nicht, wie zahlreiche Brandunfälle mit Li-Ion-Akkus zum Beispiel in Notebooks in der Vergangenheit zeigten. So bleibt abzuwarten, wann Li-Ion-Akku-Einheiten für Autos in ausreichenden Stückzahlen verfügbar sind, die sowohl die Zulassungsvorschriften erfüllen als auch preislich auf einem Niveau liegen, das Hybridautos den Weg in einen „Massenmarkt“ ebnet. (ssu)