GM-Krise: Rick Wagoner muss gehen
Seite 2: GM-Krise: Rick Wagoner muss gehen
Schleichender Niedergang
Laut FAZ hat GM in den vergangenen Jahren 82 Milliarden Dollar Verlust ausweisen müssen. Schlimm hat sich auch der Markanteil von GM in den USA entwickelt. Er ist laut New York Times auf 18,8 Prozent gefallen, 1994 seien es noch 33,2 Prozent gewesen. Doch es waren wohl nicht nur Zahlen und Sachgründe, welche die Regierung veranlasst haben, Wagoner aus seinem Amt zu entfernen, denn in der verbleibenden Gnadenfrist von 60 Tagen wird auch sonst niemand Wunder bewirken können.
Auch Chrysler wird Frist gesetzt
Während GM wohl noch 60 Tage Aufschub bekommt, hat die Regierung Chrysler aufgefordert, innerhalb von 30 Tagen eine „Partnerschaft“ mit Fiat zu formen. Dass das gelingt, ist allerdings noch nicht sicher. Bisher war im Gespräch, dass Fiat seine Technik für Chrysler-Fahrzeuge zur Verfügung stellt und im Gegenzug 35 Prozent Anteile des Unternehmens erhält. Chryslers Schulden übernehmen will Fiat allerdings nicht.
Laut New York Times will Präsident Obama heute im Weißen Haus Details zu den Erwartungen an GM und Chrysler bekanntgeben. Zwei hochrangige Mitarbeiter sollen aber bereits unter der Hand eingeräumt haben, dass irgendeine Form von Insolvenz noch immer eine Option für beide Unternehmen sei – eine schnelle, gerichtlich überwachte Restrukturierung, wie sie es ausdrückten. (ggo) (rh)