Ford verlässt Joint-Venture für Brennstoffzellen-Autos Nucellsys

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Zum anderen dürften sich bei Ford die Stimmen durchgesetzt haben, die eine baldige Marktreife für Brennstoffzellenautos für unrealistisch halten. Das von einigen Experten prognostizierte flächendeckende Netz von Wasserstofftankstellen in fünf bis sieben Jahren hält Ford für nicht machbar, heißt es im Bericht der Stuttgarter Nachrichten. Vor 2025 bis 2030 werde der Brennstoffzellenantrieb demnach keinen signifikanten Marktanteil haben. Auch der Automobilzulieferer Bosch zeigt sich gegenüber der Technologie zunehmend skeptisch: "Dass die Brennstoffzelle kommt, halte ich nicht für unmöglich – aber nur wenn man bei der Batterietechnologie nicht vorankommt", zitiert die Zeitung den Vorsitzenden des Bosch-Unternehmensbereichs Kraftfahrzeug­technik, Bernd Bohr. Ein wesentliches Hindernis sei der Transport des für die Brennstoffzelle erforderlichen Wasserstoffs. Auch zeichnet sich – abgesehen von wenigen H2-Zapfstellen in Regionen, in denen kleinere Versuchsflotten mit Brennstoffzelle unterwegs sind –, bis dato keine Lösung des Henne-Ei-Problems ab, wer zu Investitionen in eine flächendeckende Waserstoff-Versorgung bereit ist, ohne dass eine entsprechende Kundennachfrage in Sicht ist.

Daimler hingegen hält dem Bericht zufolge hingegen an seinem Ziel fest, von 2010 an eine Kleinserie der Mercedes-Benz-B-Klasse mit einem weiterentwickelten Brennstoffzellenantrieb aufzulegen. Die "F-Cell" (für fuel cell) getaufte Variante mit der nächsten Generation des Brennstoffzellenantriebs zu produzieren. Diese Fahrzeuge sollen sich dadurch auszeichen, dass sie auch bei Minusgraden betrieben werden können. Da die Brennstoffzelle selbst nur in einem eingeschränkten Temperaturfenster arbeitet, mussten die Techniker einigen Aufwand betreiben, damit sie bei einer Außentemperatur von minus 25 Grad Celsius zuverlässing funktioniert.