Fahrbericht: Skoda Fabia nach dem Facelift

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Sparsam ist der kleine Diesel auch im Fabia, dort werden allerdings 3,8 Liter auf 100 Kilometer angegeben – immer noch wenig, aber nicht mehr rekordverdächtig. Wir verbrauchten auf unserer Ausfahrt laut Bordcomputer 5,4 Liter pro 100 Kilometer. Das Aggregat hält, wie nun alle Fabia-Motoren, die Euro-5-Abgasnorm ein und wird serienmäßig mit Partikelfilter kombiniert.

Ist der Fabia mit dem Einstiegsdiesel angemessen motorisiert? Das auf jeden Fall. Auch 75 PS reichen aus, das Auto in Schwung zu bringen, auch wenn sich kein Beschleunigungsrausch einstellt. Laut Datenblatt arbeitet der Fabia 1.2 TDI 14,2 Sekunden, bis er Referenztempo erreicht hat. Sportliche Fahrer lächeln müde, aber für große Teile der Kundschaft dürfte es ausreichend sein. Das Drehmomentmaximum beträgt 180 Nm, das aber nur im Bereich von 2000 Touren anliegt – bei 3000 U/min sind es nur noch etwa 160 Nm. Der leicht raue und im oberen Drehzahlbereich etwas laute Lauf des Diesels hat uns wenig gestört. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 166 km/h erreicht. Hier wünscht sich vielleicht so mancher mehr, obwohl es ja auch Fahrer gibt, die grundsätzlich deutlich unterhalb dieser möglichen Höchstgeschwindigkeit bleiben.

Unser nächster Testkandidat war der 1.2 TSI, ebenfalls ein Downsizing-Aggregat, aber ein Vierzylinder-Benziner mit Turboaufladung. Im Polo gibt es das Maschinchen ausschließlich in einer 105-PS-Version – darunter rangiert noch der alte 1,4-Liter-Sauger mit 85 PS. Im Fabia gibt es den TSI dagegen in zwei Varianten, mit 86 und mit 105 PS. Wir entschieden uns für die schwächere Variante. Sie liefert 160 Nm maximales Drehmoment, und damit 20 Einheiten weniger als der gefahrene Diesel. Die Kraft steht allerdings von 1500 bis 3500 Touren konstant zur Verfügung. So braucht man mit dem Benziner nicht so eifrig zu schalten wie beim Diesel, dessen Maximaldrehmoment bei höheren Drehzahlen schnell wieder zurückgeht. Beim Tempo-100-Sprint (11,7 Sekunden) und bei der Höchstgeschwindigkeit (177 km/h) übertrifft der Benziner den Selbstzünder ebenfalls. Den Spritverbrauch gibt Skoda mit 5,2 Liter an – damit liegt das Auto gut in dieser Kleinwagen-Leistungsklasse. Ein gleich starker Opel Corsa rangiert schon bei 5,5 Liter, ein Ford Fiesta bei 5,7 Liter. Ob sich die Herstellerwerte allerdings auch in der Praxis erreichen lassen? Nach unserer Ausfahrt standen gleich 8,3 Liter auf dem Bordcomputer-Display.