Facelift für das Topmodell
Das Cockpit verströmt den Hauch von Noblesse: Alles wirkt hochwertig verarbeitet, was sich beispielsweise an akkurat eingepassten Leisten am Armaturenbrett erkennen lässt. In der teuersten Ausstattung „L&K“ – das steht für Laurin & Klement, die beiden Skoda-Gründer – ist eine Lederausstattung serienmäßig. Mit dem Facelift kann als Interieurfarbe auch ein Braun-Beige bestellt werden. Die Überarbeitung im Interieur wird am deutlichsten bei Lenkrädern und dem DSG-Wählhebel, die nun denen entsprechen, die auch im Octavia eingebaut werden.
Keine neuen Motoren
Die Motorenpalette umfasst vier Benzin- und drei Dieselmotoren. Alle wurden leicht überarbeitet und sollen nun weniger verbrauchen. Start-Stopp-Automatik und Rekuperation sind bei allen Dieseln und dem Basis-Benziner 1.4 TSI serienmäßig. So ist der 2.0 TDI mit 170 PS, manuellem Sechsgang-Getriebe und Vorderradantrieb im NEFZ nun mit 4,6 statt 5,7 Litern angegeben. Dieser Motor kann jetzt erstmals auch mit Allradantrieb und DSG bestellt werden. Der sparsamsten Selbstzünder soll der 1.6 TDI mit 105 PS in der Greenline-Version sein, der im NEFZ 0,4 Liter weniger als der 170-PS-Diesel braucht. Das ist nicht gerade viel, wenn man den Unterschied bei den Fahrleistungen mit einbezieht.
Laut, flott: 140-PS-Diesel
Für eine erste Ausfahrt mit dem Facelift-Modell stand der 2.0 TDI bereit. Zwar ist die Maschine seit der Umstellung von Pumpe-Düse- auf Common-Rail-Einspritzung deutlich ruhiger geworden, ein echter Leisetreter ist sie aber weiterhin nicht. Dafür bietet sie mit ihren 140 PS und 320 Nm auch im schweren Superb jederzeit ausreichende Fahrleistungen. Dennoch ist es schade, dass der Superb nicht die beispielsweise im Golf schon angebotene, modernere Maschine mit 150 PS bekommt. Das gilt auch für die stärkere 170-PS-Version – der Nachfolger hat 184 PS und wird schon in diversen Konzern-Modellen eingesetzt.
Wir haben im 2.0 TDI sowohl die Kombination mit einem knackigen Schaltgetriebe, als auch die mit dem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe ausprobiert. Unsere Empfehlung ist dabei das DSG, auch wenn es 2200 Euro Aufpreis kostet: Es schaltet sanft und beim Kickdown ist die Kraft schnell zu Stelle.
Etwas teurer
Das Fahrwerk ist recht komfortabel ausgelegt. Bodenwellen werden gut weggefedert, Querrillen sind allerdings doch deutlich spürbar. Hier sind wir schon gespannt, welchen Fahrkomfort die Neuauflage in zwei Jahren bieten wird. Die neue Superb Limousine ist ab 23.990 Euro als 1.4 TSI in der Ausstattung Active zu haben, die Kombi-Variante kostet 1000 Euro mehr. Im Vergleich zu den vorherigen Basismodellen stieg der Preis um 360 Euro. (imp)