Enduro-Konzept BMW Lac Rose
Der große Aluminiumtank wird es wohl nicht in die Serienproduktion schaffen, stattdessen dürfte es beim 17-Liter-Stahltank der R NineT bleiben. Am Heck wird sicher ein längerer Kotflügel mit Rücklicht zum Einsatz kommen und die fetten Stollenreifen werden gegen deutlich straßenorientiertere Pneus getauscht. Das Roadbook und der Trip-Master auf dem Lenker waren nur ein netter Gag für das Konzept-Motorrad.
Die Serien-Version wird entweder im Oktober auf der INTERMOT in Köln oder im November auf der EICMA zu bewundern sein. Natürlich wird es auch für die Retro-GS eine seitenlange Aufpreisliste geben, weniger mit High-Tech-Features als vielmehr mit netten Sachen, die das Nostalgie-Herz begehrt. Selbst der Preis lässt sich schon vage vorhersagen, er wird sich an den 14.900 Euro der R NineT orientieren.
Erfolgversprechendes Konzept
Die Namensgebung ist noch ungewiss – nennen wir sie mal R NineT Enduro. Man muss kein Prophet sein, um ihre Erfolgsaussichten einzuschätzen: Auf so ein Motorrad haben viele BMW-Fans gewartet: Eine GS ohne überflüssigen Schnickschnack im Look der Rallye-Legende. Wer braucht Wasserkühlung, wenn der bewährte luftgekühlte Boxer immer noch genügend Druck entwickelt, um es auf der Landstraße und sogar auf Schotter richtig brennen zu lassen? Zumal die Retro-GS auch noch leichter werden dürfte, als die wassergekühlte GS. Viele können sich auch nicht mit dem zerklüfteten Erscheinungsbild der R 1200 GS nicht anfreunden, haben sie aber dennoch in Ermangelung einer Boxer-Alternative gekauft. Jetzt könnte es passieren, dass die Nostalgie-GS ihrer High-Tech-Schwester massiv die Kunden ausspannt. (fpi)