Ecoboost: Ford fängt beim Downsizing groß an

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Benzindirekteinspritzung ist ein zweites wesentliches Merkmal der Ecoboost-Motoren. Das von Bosch zugelieferte Einspritzsystem drückt den Kraftstoff je nach Fahrweise mit einem Druck von 14 bis 150 bar in die Zylinder. Sechsloch-Einspritzdüsen gewährleisten eine feine Zerstäubung des Benzins. Mehrere Vor-, Haupt- und Nacheinspritzungen sorgen laut Ford für eine besonders exakte und vollständige Verbrennung. Dies verhindere die Bildung von Verbrennungsrückständen und verbessere so das Emissionsverhalten. Zudem wirkt sich der direkt eingespritzte „Kraftstoffnebel“ kühlend aus, was die die Klopfneigung senkt, somit eine höhere Verdichtung begünstigt und damit wiederum eine effizientere Verbrennung.

Der neue 3,5-Liter-Sechszylinder mit 355 PS und 475 Newtonmeter ist der erste Ecoboost-Motor. Er wird zunächst nur in den US-Modellen Lincoln MKS und MKT sowie Ford Flex eingesetzt. Bis 2013 soll diese Motorentechnik in 90 Prozent aller Ford-Modellreihen zur Verfügung stehen. Darunter könnte auch der 177 PS starken 1,6-Liter-Vierzylinder der Studie Lincoln C Concept sein, den Ford ebenfalls in Detroit zeigt. Denn wenn es sich auch dem Begriff nach bei den 3,5-Liter-Motoren um Downsizing handelt – in Europa geht es beim Downsizing doch eher um die Frage, wie man zum Beispiel von 2,0 Liter auf 1,4 Liter reduziert, um Kraftstoff zu sparen. Auf Anfrage bei Ford Köln, wie man denn auf die Downsizing-Aktivitäten der deutschen Konkurrenz (VW, Opel) reagieren will, gab man sich freundlich zurückhaltend. In Anbetracht der „Motorkompetenz“ im Werk Köln sind aber in absehbarer Zeit durchaus europäische Konstruktionen zu erwarten, denn Motoren wie VWs 1,4 und 1,2 TSI wird man mittelfristig etwas entgegensetzen müssen. Solche Überlegungen wollte der Ford-Sprecher natürlich nicht kommentieren – ohne freilich mit allzu großer Vehemenz gegenzuhalten. (ggo/heise Autos) (imp)