Durch dick und dĂĽnn - Pentax WG-1 GPS
Seite 2: Ganz nah dran
Die Brennweite der WG-1 reicht, auf Kleinbildverhältnisse umgerechnet, von 28 bis 140 Millimeter. Mancher Outdoor- oder Unterwasser-Fan hätte sich vermutlich etwas mehr Weitwinkel gewünscht. Auch eine größere Blendenöffnung als f/3.5-5.5 wäre vielen Fotografen sicher willkommen gewesen, ebenso eine etwas feinere Steuerung des nur in neun Schritten einstellbaren Zooms. Beeindruckend sind wiederum die Ergebnisse des Supermakro-Betriebs. Nominell beträgt der Mindestabstand vom vorderen Objektivglas zum Motiv 10 Millimeter, in der Praxis lag die Grenze eher bei 5 bis 7 Millimetern. Anders als das Gros anderer Kameras mit Supermakro führt die WG-1 zudem eine automatische Entzerrung der Bilder durch. Die sonst üblichen, tonnenförmigen Verformungen bleiben hier komplett aus. Etwaigen, durch geringe Aufnahmedistanzen bedingten Abschattungseffekten begegnet die WG-1 mit fünf um das Objektiv angeordneten LEDs.
Makro-Aufnahmen (4 Bilder)

Taschenspiegel
Die platzbedingt klein geratenen Bedienungselemente lassen Handschuhen keine Chance
(Bild:Â Robert Seetzen)
Wo Licht keine Mangelware, sondern im Überfluss vorhanden ist, erweist sich das Display der WG-1 als Schwachstelle. Monitorinhalte werden zu schnell überstrahlt oder von Spiegelungen überlagert, letztere fallen auch im Unterwassereinsatz mitunter störend auf. Eine Anpassung der Displayhelligkeit im Menü sorgt für etwas bessere Erkennbarkeit, grellem Umgebungslicht ist die WG-1 aber auch bei maximaler Einstellung nicht gewachsen. Dass viele andere Kompaktkameras in dieser Disziplin ebenso schlecht abschneiden wie die WG-1, bietet dabei nur geringen Trost. Wo die Lichtverhältnisse eine gut erkennbare Bildwiedergabe zulassen, gefällt das Display der WG-1 mit natürlicher Farbwiedergabe und ordentlicher Kontrastdarstellung. Ein zuschaltbares Live-Histogramm mit zusätzlicher Markierung überbelichteter Flächen warnt vor problematischen Belichtungswerten. Die Auflösung bleibt mit 230.000 Subpixeln allerdings nur auf durchschnittlichen Niveau.