Der E 63 AMG mit Doppel-Turbo in Fahrt
Knackig bis knüppelhart
Das Fahrwerk haben die Ingenieure den E 63 AMG gründlich überarbeitet – besonders der Abrollkomfort lag den Entwicklern am Herzen. Und tatsächlich: Im Normalmodus gibt sich das Fahrwerk beinahe schon sanft. Für die ambitioniert gefahrene Kurve ist es straff genug, aber bei Speed-Bumpern und Schlaglöchern vergreift es sich nicht an den Rücken der Wageninsassen. Der Abrollkomfort ist spürbar besser, wobei eine gewisse Grundknackigkeit glücklicher Weise erhalten geblieben ist. Auf der Rennstrecke testen wir dann die drei Fahrwerkseinstellungen. Die Spreizung von "Normal" zu "Sport Plus" ist gewaltig. Bei letzterer Einstellung wird auch in der recht engen aber voll gefahrenen Kurve kein bisschen gewankt. Für 1785 Euro gibt es das ebenfalls verstellbare AMG-Ride-Control-Performance-Fahrwerk. Jetzt sind nochmal 25 Prozent mehr Dämpfung drin. Sicher zirkeln wir den großen Wagen durch den Parcours, schnell kommen wir mit der Hochleistungs-Bremsanlage wieder zum Stehen. Keramikbremsen kosten 11.365 Euro Aufpreis – und werden wiederum gerne vom Kunden genommen.
Doppelte Turbo-Power
Der 6,2-Liter-Saugmotor des E 63 AMG hat ausgedient: Jetzt kommt der 5,5-Liter-V8-Biturbo mit strahlgeführter Direkteinspritzung. Das Aggregat ist ein großer Wurf, wie wir schon in S- und CL-Klasse feststellen konnten. Dort leistet das Triebwerk 544 PS und generiert ein Drehmoment von 800 Nm. Für die leichtere E-Klasse reichen 525 PS und 700 Nm. Billig wird es trotzdem nicht: Für satte 8306 Euro gibt es per AMG Performance Package 32 PS und 100 Newtonmeter mehr. Dafür wird der Turbodruck ein wenig erhöht. Von null auf 100 km/h geht es serienmäßig in 4,3, mit 557 PS in 4,2 Sekunden.