Continental startet Produktion von Li-Ion-Batterien
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Was Ihr Volt
Ein solches größeres Exemplar wurde zum Anlass des Produktionsstarts ebenfalls gezeigt. Der in diesem Fall T-förmige Energiespeicher ist darauf ausgelegt, dort Platz zu finden, wo ansonsten die Kardanwelle verläuft, sofern man den Vergleich mit einem konventionellen Pkw überhaupt bemühen möchte. Tatsächlich zeigt das Exponat eine verblüffende Ähnlichkeit zu der Batterie, die in der Serienversion des Chevrolet Volt verwendet wird. Continental erhielt neben einigen weiteren Firmen Mitte 2007 den Auftrag, Lithium-Ionen-Batterien für GMs Range Extender weiterzuentwickeln.
Auf dem Weg zum Vollsortimenter
Schaut man sich das Produktportfolio von Continental einmal näher an, fehlt nicht mehr viel zum Vollsortimenter, der einen kompletten Antriebsstrang anbieten kann. Da gibt es die Lithium-Ionen-Batterien, Leistungs- und Steuerungselektronik, in Zusammenarbeit mit ZF Friedrichshafen Elektromotoren oder auch Startergeneratoren, die freilich nur für Mikrohybride von Bedeutung sind. Auch für Verbrennungsmotoren entwickelt und liefert Continental einige Komponenten, so etwa Einspritzsysteme oder Motorsteuerungen. Ergänzt durch das Know-how von Schaeffler könnte der Zulieferer durchaus einen Antriebsstrang liefern, der von der Batterie bis zu den Rädern alle wesentlichen Komponenten enthält. Es fehlt eigentlich nur noch ein kleiner Verbrennungsmotor für Range Extender, den man aus heutiger Sicht zukaufen müsste. Und auch dort ist wohl bald mit Überraschungen und neuen Anbietern zu rechnen: Ein Verbrennungsmotor für Range Extender kann quasi-stationär betrieben werden. Das stellt einerseits neue Anforderungen an die Motorenentwickler und eröffnet andererseits Anbietern Chancen, die bisher im Pkw-Bereich keine Rolle spielten.
(ggo)