Chrysler will mit Fiat die Wende zum Besseren schaffen
Seite 3: Chrysler will mit Fiat die Wende zum Besseren schaffen
Teueres Nachspiel fĂĽr die Stuttgarter
Erst wenige Tage vor dem Insolvenzantrag der Ex-Tochter ist es Daimler gelungen, seine restlichen Chrysler-Anteile loszuwerden. Dafür müssen die inzwischen selbst von der Autokrise schwer gebeutelten Stuttgarter noch einmal tief in die Tasche greifen: Nach monatelangen zähen Verhandlungen verkauft Daimler seinen Chrysler-Restanteil von 19,9 Prozent an den bisherigen Mehrheitseigner Cerberus. Im zweiten Quartal 2009 wird die Trennung von Chrysler bei Daimler mit bis zu 700 Millionen US-Dollar (529 Millionen Euro) beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zu Buche schlagen. Die Stuttgarter müssen ferner zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des endgültigen Vertrags über den Aktienverkauf und in den folgenden beiden Jahren jeweils 200 Millionen US-Dollar in die Pensionspläne von Chrysler einzahlen. Die bestehende Pensionsgarantie in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar gegenüber der staatlichen Pensionsaufsicht wird auf einen Betrag von 200 Millionen US-Dollar reduziert und läuft bis August 2012 weiter.
Die neuen Anteilseigner im Ăśberblick
– Autogewerkschaft UAW: 55 Prozent (als Ausgleich für Milliarden-Ansprüche des Fonds für Betriebsrentner)
– Fiat: zunächst 20 Prozent, später bis zu 35 Prozent: Fiat zahlt kein Geld, sondern bringt Technik und Modelle ein; zu einem späteren Zeitpunkt scheint auch ein Mehrheitsanteil möglich
– USA: 8 Prozent
– Kanada: 2 Prozent
Der bisherige EigentĂĽmer, der US-Finanzinvestor Cerberus, steigt aus.
(mit Material von dpa) / (ssu)