BMW verknüpft das Getriebe mit der Navigation

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Wo Daimler, Scania und Volvo automatisch eingreifen, belässt es BMW bei Empfehlungen. Der „Vorschauassistent“, kann den Fahrer über eine optische Anzeige rechtzeitig Vorschläge zum Reduzieren der Geschwindigkeit machen, etwa bei Geschwindigkeitslimits, Kurven, Ortseingängen, Kreisverkehren, Abzweigungen und Autobahnausfahrten. Er kann zudem sinnvolle Empfehlungen geben, wann die neue Segelfunktion genutzt werden kann. Dabei wird der Motor zwischen 50 und 160 km/h abgekoppelt und der Wagen rollt nur noch dahin, nutzt dabei den Schwung des Fahrzeugs. Zudem werden auf Grundlage der Daten prädiktiv Maßnahmen ergriffen, von denen der Fahrer überhaupt nichts mitbekommt. So gibt es seit Juli 2012 das „voraussschauende Energiemanagement“, das bei aktivierter Zielführung das Thermomanagement des Fahrzeugs konditioniert. So kann zum Beispiel Kühlleistung vorgehalten werden, wenn eine Steigung oder ein schnell gefahrener Streckenabschnitt „droht“.

BMW subsumiert all dieses Sparfunktionen unter dem Bezeichnung „Eco Pro“. Dieses Sparpaket gibt es bereits seit 2011 in einigen Modellen, völlig neu sind allein die vorausschauenden Funktionen, welche durch die Verknüpfung mit der Navigation möglich wurden. Sie sollen ab sofort sukzessive in die BMW-Modellreihen eingeführt werden, zuerst im überarbeiteten 7er, den BMW unlängst vorgestellt hat. Je nachdem, wie diese Funktionen angenommen werden, ist der nächste Schritt selbst bei BMW vorgezeichnet: ein prädiktives Schaltverhalten der Automatik, das wie bei den Nfz-Lösungen abhängig von Topografie und Streckenführung den Verbrauch optimiert. Ein solcher Eingiff mag den Freude-am-Fahren-Kunden vielleicht etwas erschrecken, aber auch eine solche Funktion könnte man ja problemlos mit einem Ausschaltknopf versehen. (ggo)