BMW nutzt die Abwärme von Motoren
Für die Frage, ob sich die beiden Systeme kombinieren lassen, ist es wahrscheinlich zu früh, zumal die Kosten noch nicht klar sind und beide Techniken die Komplexität erhöhen. Rein energetisch betrachtet steht einer Kombination wohl weniger im Wege, weil insgesamt mehr als genug Abwärme für beide Systeme zur Verfügung steht. Komplizierter wird aber in jedem Fall das Wärmemanagement, weil die Beiträge von Innenraumheizung, Kaltstartheizen und Energieerzeugung sinnvoll organisiert werden müssen.
Gerade bei Kurzstrecken und im Stadtverkehr können darüber hinaus die Isolierung des Motorraums, die aktive Erwärmung des Getriebeöls durch einen Wärmetauscher oder die Heizfunktion des Abgaswärmetauschers beim relativ effizienten Dieselmotor eine Verbrauchssenkung bewirken. Der TEG könnte zum Beispiel dabei helfen, die Kaltstartphase des Motors zu verkürzen, um auf diese Weise Verschleiß und Verbrauch zu senken sowie die Innenraumheizung zu unterstützen.
Komplexes Zusammenspiel
Es gibt also eine Menge Möglichkeiten, ausgerechnet die Verlustwärme des Verbrennungsmotors in einen Vorteil umzukehren, zumindest teilweise. Abgesehen von der notwendigen Serienreife der Teillösungen ist aber noch eine übergeordnete Aufgabe zu lösen: Das "intelligente" Zusammenspiel all dieser Funktionen ist eine Herausforderung, die vermutlich mindestens ebenso groß ist – zumal im realen Entwicklungsprozess die dabei gewonnenen Erkenntnisse in der Regel auf die beteiligten Komponenten zurückwirken. (ggo)