BMW X1 sDrive18i in der Praxis
Ich lenke vor mich hin und bin überrascht, wie viel Kraft das kostet. Das Steuerrad lässt sich vergleichsweise schwergängig bewegen. Das passt zur Federung, die etwas zu hart ausfällt. Hier haben die Ingenieure etwas zuviel des Guten getan. Allerdings bringt das auf Landstraße und Autobahn auch Vorteile mit sich: Der Wagen wankt nicht in der Kurve und die spielfreie präzise Lenkung tut ihr übriges, um dieses Fahren-wie-auf-Schienen-Gefühl zu vermitteln. Für das Leben auf langen Strecken außerhalb der Stadt ist der X1 bestens geeignet. Und einen Allradantrieb vermissen wir auch nicht – schließlich ist nicht allzu viel Drehmoment auf die Straße zu bringen und wir sind nicht in verschneiten Bergen unterwegs.
Erstaunlich flott
Im X1 sDrive18i arbeitet der kleinste X1-Motor: Der 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner leistet 150 PS und generiert sein maximales Drehmoment von 200 Nm bei 3600 U/min. In 9,7 Sekunden geht's von null auf 100 km/h, bei 202 km/h ist Schluss – der Tacho zeigt dabei 220 an. Der kleine Hecktriebs-X1 geht gut los, erst ab 140 km/h wird der Vortrieb ein bisschen zäh. Ab dieser Geschwindigkeit nehmen dann auch Motor- und Windgeräuschen zu. Den Durchschnittsverbrauch gibt BMW mit 8,2 Liter pro 100 Kilometer an. Bei uns wurden 11,0 Liter fällig, bei Höchstgeschwindigkeit rauschten 14,1 l/100 km durch die Brennräume.
Handgemacht
Eine Sechsstufen-Automatik kostet 2050 Euro, wir waren mit der manuell zu bedienenden Schaltung unterwegs – einer der knackigsten Schaltungen, die wir je erlebt haben. Sauber lassen sich die Gänge auswählen, spür- und hörbar rasten die Stufen ein, Freude am Schalten sozusagen.