Ausprobiert: Skoda Kodiaq
Spannend wird es beim Infotainment, denn der Kodiaq wird nicht nur die derzeit aktuelle Generation mit Achtzoll-Display bekommen, sondern auch eine neue mit einem 9,2-Zoll-Bildschirm. Die dürfte dann auch auf Gesten reagieren, was bei dieser Ausfahrt freilich keiner bestätigen wollte. Das restliche Angebot klingt nicht gerade innovativ: Karten von Google Earth, Onlinesuche, Bedienung per Sprache und eine Hotline, die nötigenfalls bei der Bedienung des Fahrzeugs hilft – eine Killerapplikation, die sonst keiner hat – ist nach derzeitigem Stand nicht dabei.
FĂĽnf- und Siebensitzer
Der Kodiaq wird als Fünf- und als Siebensitzer angeboten. Die mittlere Sitzreihe im Siebensitzer ist verschiebbar. Natürlich ist das Platzangebot ganz hinten knapp, auf 4,7 Metern lassen sich nun mal keine Platzverhältnisse wie in einer Mercedes V-Klasse schaffen. Sitzen aber nicht gerade drei Riesen hintereinander, kann man sich zumindest auf kurzen Strecken schon arrangieren. Allerdings schrumpft dann der Kofferraum auf 270 Liter. Maximal sind beim Fünfsitzer 2065 Liter möglich, 60 Liter mehr als beim Siebensitzer. Die Ladekante ist mit 75 Zentimetern ziemlich hoch.
Dazu hat sich Skoda wieder ein paar Kleinigkeiten einfallen lassen, die den Alltag mit dem Auto erleichtern sollen. Wer im Fond des Kodiaq schlafen will, findet an den äußeren Sitzen eine Art ausklappbares Ohr, an dem er seinen Kopf anlehnen kann. Ein kleiner Plastikschutz soll Kratzern an der Türkante vorbeugen. Erfunden hat Skoda das nicht, Ford bietet ein ganz ähnliches System schon seit Jahren an.
Basispreis um 25.000 Euro
Noch nichts sagen wollten die Verantwortlichen zu den Kodiaq-Preisen – kein Wunder, denn bis zur Händlerpremiere dürfte mindestens noch ein halbes Jahr vergehen. Wir rechnen damit, dass das Basismodell knapp unter 25.000 Euro kosten wird. Wie beim Superb dürften mit nur wenigen Extrawünschen 30.000 Euro schnell überschritten sein. Das Skoda mit dem ersten SUV in dieser Klasse kein Trendsetter ist, soll ja schließlich nicht etwa dahingehend missverstanden werden, dass man etwas zu verschenken habe. Der Kodiaq vermittelt nach dieser ersten Fahrt auch nicht unbedingt den Eindruck, als wenn dies nötig wäre. (mfz)